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Was die Queen ihrem Volk zum Dritten Weltkrieg sagen sollte

Ein Atomangriff auf Großbritannien, das Empire vor dem Zusammenbruch: Für den Fall eines Dritten Weltkriegs schrieben britische Beamte eine Rede für die Queen. Nun wurde das Manuskript offengelegt.

Von Alexander Sturm

  • Alexander Sturm

Die ganze Welt kann darüber froh sein, dass diese Worte niemals ausgesprochen werden mussten. Nach dreißig Jahren Geheimhaltung hat jetzt das britische Nationalarchiv in London eine Rede veröffentlicht, die Queen Elisabeth II. beim Ausbruch des Dritten Weltkrieges hätte halten sollen. Mit ihr sollte die Königin die Nation auf den Schrecken eines Nuklearangriffs vorbereiten und ihr Volk zusammenschweißen. Um für einen Atomschlag der Sowjetunion auf das Empire im Kalten Krieg gewappnet zu sein, hatten britische Beamte Planspiele durchgeführt und dabei auch eine Ansprache der Queen verfasst.

In der kurzen Rede, die für den 4. März 1983 geplant war, sollte die Queen staatstragende pathetische, aber auch persönliche Worte an die Nation richten. In jenem Jahr verschlechterten sich die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion im Streit um die Stationierung von Mittelstreckenraketen in Europa erneut. US-Präsident Ronald Reagan bezeichnete die Sowjetunion damals als "Reich des Bösen".



Gleich zu Beginn der Ansprache heißt es in Anspielung an die königliche Weihnachtsfeier 1982: "Der Schrecken des Krieges hätte nicht weiter entfernt sein können, als meine Familie und ich die Freude über Weihnachten mit der wachsenden Familie des Commonwealth genossen. Nun breitet sich der Wahnsinn des Krieges erneut in der Welt aus und unser tapferes Land muss sich wieder darauf vorbereiten, trotz aller Widrigkeiten zu überleben."

Persönliche Erinnerungen an die Kindheit der Queen

Niemals - so der Redetext - habe sie die Sorge und den Stolz vergessen, den sie und ihre Schwester gespürt hätten, als sie sich 1939 in ihrem Kinderzimmer um das Radio versammelten, um den Worten ihres Vaters König George VI. zu folgen - er sprach an jenem "schicksalhaften Tag" zur Nation, als Großbritannien Nazi-Deutschland den Krieg erklärte. "Nicht für einen einzigen Moment hätte ich geglaubt, dass diese ernste und furchtbare Pflicht eines Tages auf mich zukommen würde."

Auch die Angst vor einer nicht greifbaren atomaren Verstrahlung kommt in der Rede zum Ausdruck: "Wir alle wissen, dass die Gefahren, denen wir heute gegenüber stehen, weit größer sind als alle anderen in unserer langen Geschichte", so der Text, den die Queen hätte verlesen sollen. "Nicht der Soldat mit einem Gewehr ist der Feind und auch nicht der Pilot, der sich mit seinen Bomben am Himmel über unserer Städte herumtreibt, sondern die tödliche Kraft einer missbrauchten Technologie. Aber welcher Terror auch immer auf uns wartet, die Eigenschaften, die uns geholfen haben, unsere Freiheit schon zweimal in diesem traurigen Jahrhundert zu bewahren, werden auch dieses Mal unsere Stärke sein."

  Originalmanuskript der Rede für die Queen: "Diese ernste und furchtbare Pflicht"

Originalmanuskript der Rede für die Queen: "Diese ernste und furchtbare Pflicht"

Die Rede war Teil einer Übung, mit der sich Großbritannien auf einen Nuklearkrieg zwischen dem Westen und der Sowjetunion vorbereiten wollte. Im Kalten Krieg hatte die Feindschaft zwischen den beiden Blöcken zu einem atomaren Wettrüsten geführt; die Gefahr eines Erstschlags war allgegenwärtig. Unter dem Nato-Codenamen "Wintex-Cimex 83" wollte die britische Regierung auf den Ernstfall vorbereitet sein. Teil der Übung waren auch fiktive Zeitungsartikel, darunter eine Titelseite zur Taufe von Prinz William, der damals neun Jahre alt war: "Beschütze ihn Charlie, wir werden ihn noch brauchen", lautete die Schlagzeile, die sich an Vater Prinz Charles richtete. 1990 wurde die Übung abgeschafft, da sich das Ende der Sowjetunion abzeichnete und das Szenario eines Atomkriegs immer unrealistischer wurde.

Befehle an die letzten Überlebenden des Königreichs

Wie ernst aber die Gefahr bis dahin genommen wurde, zeigen weitere Dokumente, die nun enthüllt wurden. Aus ihnen geht hervor, dass jeder britische Premierminister für den Fall seines Todes drei Stellvertreter ernennen musste, damit die Nation nicht führungslos sein konnte. Diese "Nuklear-Abgeordneten" hatten die Befugnis, das Abfeuern von Atomwaffen zu befehlen, falls der Regierungschef "nicht verfügbar" sein sollte. Darüber hinaus mussten sie geheime Anweisungen an die Befehlshaber der britischen U-Boot-Flotte verfassen, falls Großbritannien ausgelöscht würde und diese die einzigen Überlebenden wären.

Dass die Queen das Redemanuskript je zu Gesicht bekam, ist unwahrscheinlich. Der Buckingham Palace wollte sich dazu nicht äußern und erklärte lediglich, dass sie "eine Menge offizieller Papiere" erhalte.

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