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Zitronenhuhn – so habe ich das Rezept meiner Mama verfeinert

Mama kocht bekanntlich am besten. Aber manchmal wollen es die Kinder einfach besser wissen. Ali Güngörmüs liebt das Zitronenhuhn seiner Mama. Trotzdem hat er es hier und da verfeinert.

Zitronenhuhn

Bei Mama schmeckt es immer am besten, zumindest, wenn sie ihr Zitronenhuhn kocht

Zitronenhuhn ist mein absolutes Lieblingsgericht. Meine Mama hat es früher ständig gekocht. Es ist dieses eine Gericht, das ich mit meiner Kindheit und Familie verbinde. Jeden Sonntag, wenn ich zu Hause bei meiner Mama bin, kocht sie für mich Zitronenhuhn - so wie früher.

Eigentlich ist Zitronenhuhn ein klassisches Schmorgericht, das eine ganze Familie satt macht. Und es ist für Familie und Freunde gedacht. Man kann Zitronenhuhn sehr gut vorbereiten, am besten in einem großen Topf. Der wird in die Mitte des Tisches gestellt, damit sich alle bedienen können. Meine Mama macht das Zitronenhuhn ganz klassisch – natürlich verwendet sie nur Huhn aus Bio- oder Freilandhaltung, außerdem gibt sie viele Zwiebeln, Kichererbsen, Zitronensaft und Tomatenmark zum Huhn. Sie serviert dazu Bulgur. Mama isst übrigens gerne scharf, manchmal übertreibt sie es mit dem Chili.

Mamas Rezept ist klassisch, meins exotisch

Mein Rezept ist ein wenig anders, feiner und exotischer. Ich nehme nicht den Saft einer Zitrone, sondern den Abrieb, also die Schale und gebe kleine Kartoffeln dazu, die ich mit dem Huhn schmore. Und nicht zu vergessen: Schalotten mit Vadouvan*. Das ist eine Gewürzmischung aus Indien. Meine Variante ist etwas exotischer als Mamas und hat den gewissen Ali Touch.

Welches Zitronenhuhn besser schmeckt? Das ist leicht zu beantworten: Bei Mama natürlich Mamas, wenn ich selber koche, meins.

Rezept für Zitronenhuhn mit Vadouvan-Schalotten

Tipp: *Vadouvan ist in Deutschland noch schwer zu bekommen, aber im Internet werden Sie sicher fündig. Es lohnt sich: Die Gewürzmischung besteht aus Salz, Sesam und Walnussöl, Curryblättern, Zwiebeln, Kreuzkümmel, Kurkuma, Knoblauch, Bockshornkleesaat, gemahlenen Linsen und Senfkörnern. In Indien wird es hauptsächlich zum Aromatisieren von Reis verwendet; in der internationalen Küche ist ein Hauch Vadouvan beliebt zu gebratenem Fisch, Fleisch und Geflügel. Das leicht rauchige Aroma ist ein echter Genuss und verbindet sich hier ideal mit der Süße der geschmorten Schalotten.

Zutaten:

Zitronenhuhn

  • 1 Hähnchen (800 g, ausgelöst in Brust und Keule)
  • 2 Zitronen
  • 12 Kartoffeln (klein)
  • 4 Schalotten
  • 4 kleine Tomaten
  • 1 EL Tomatenmark
  • 500 ml Geflügelbrühe

Vadouvan-Schalotten

  • 15 Schalotten
  • 1 TL Vadouvan
  • 200 ml Tomatenfond
  • 50 g Butter
  • 8 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • 1 EL gehackte Petersilie

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Das Hähnchenfleisch in mundgerechte Stücke schneiden, mit Salz und Pfeffer würzen und anschließend auf der Hautseite in 3 EL Olivenöl anbraten. Die Zitronen in Scheiben schneiden und zu dem Hähnchen geben.

Die Kartoffeln und die Schalotten schälen und halbieren, zum Hähnchen geben und mit anschwitzen. Die Tomaten blanchieren und häuten, halbieren und mit zu dem Hähnchen geben. Das Tomatenmark hinzufügen, danach mit der Geflügelbrühe ablöschen und alles für 20 Minuten in den Backofen schieben. Das Hähnchen mit Salz und Pfeffer nochmals abschmecken.

Die Schalotten schälen und vierteln. In 5 EL Olivenöl anschwitzen und mit Vadouvan bestreuen. Mit dem Tomatenfond auffüllen und 15 Minuten leicht köcheln lassen. Die Butter hinzufügen und mit Salz, Pfeffer und eventuell noch etwas Vadouvan abschmecken. Das fertige Gericht mit etwas gehackter Petersilie bestreuen.


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