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23 Sterne vergeben, 14 weggenommen

Deutschlands Spitzenküche ist weiter im Aufwind. 23 Restaurants werden 2010 neu mit einem der begehrten "Michelin"-Sterne ausgezeichnet. 14 Lokalen wurde allerdings ein Stern aberkannt - meist nicht wegen ihrer Küche, sondern wegen der Wirtschaftskrise.

Die Jubiläumsausgabe des "Michelin", der vor 100 Jahren erstmals in Deutschland erschien, bestätigt "die ausgezeichnete Position der deutschen Spitzengastronomie in Europa". Die Zahl der Spitzenrestaurants mit Sternen im wichtigsten deutschen Gourmetführer wuchs um auf 225, das sind neun mehr als 2009. Insgesamt 23 können neu mit einem Stern glänzen. Küchenchef Martin Herrmann, 42, vom "Le Pavillon" im Hotel "Dollenberg" in Bad Peterstal-Griesbach im Schwarzwald steigt sogar in die Gruppe der 18 Zweisterner auf. Dagegen wurde die "Traube" in Grevenbroich auf einen Stern abgewertet. Die Zahl der Köche mit der Höchstwertung von drei Sternen für eine der besten Küchen blieb mit neun unverändert.

In zwei der neuen Sternerestaurants stehen Frauen am Herd, so dass es jetzt 8 Sterneköchinnen in Deutschland gibt. Aussichten auf die Höchstnote von drei Sternen ab 2011 hat das "La Vie" mit dem vielgepriesenen Starkoch Thomas Bühner in Osnabrück. Sein Restaurant wurde als "Hoffnungsträger" ausgezeichnet, ebenso wie das "MA Tim Raue" in Berlin und "La Belle Epoque" in Lübeck-Travemünde, die bei gleichbleibender Leistung den zweiten Stern erringen könnten.

Die Wirtschaftskrise und nicht etwa nachlassende Kochkunst war der Hauptgrund für die Streichung von 14 Restaurants aus der Sterne- Liste: Die meisten von ihnen mussten schließen. Während vor wenigen Jahren noch ein Nord-Süd-Gefälle mit deutlich mehr Spitzenrestaurants im Süden zu verzeichnen war, ist die Verteilung heute ausgeglichener. Die meisten Sternerestaurants haben in Deutschland die Städte Berlin und Hamburg (je elf, Berlin aber auch eines mit zwei Sternen). Es folgt München (8, davon 2 mit zwei Sternen). Bayern und Rheinland-Pfalz gewannen in der Bilanz der Auf- und Abwertungen je 2 Sternehäuser dazu, Hessen verlor 3. Die Zahl der Sterne-Häuser in den neuen Ländern wuchs von 14 auf 15.

Der erste deutschsprachige "Michelin" von 1910 war ein Reise- und Hotelführer für Automobilisten in Deutschland und der Schweiz. 1915 wurde die Publikation im Ersten Weltkrieg wieder eingestellt. Der Verlag druckte das Kartenmaterial stattdessen für die französische Armee. Erst lange nach dem Zweiten Weltkrieg kam 1964 wieder ein Führer für Deutschland heraus.

Seitdem habe sich Deutschland "vom kulinarischen Außenseiter zum Gourmet-Ziel von Rang" entwickelt, bilanzieren die Tester. Nur in Frankreich gibt es mehr Drei-Sterne-Restaurants, nämlich 26. Außerhalb Europas rangiert die japanische Gastronomie ganz vorn. Im "Michelin" für Tokio gibt es 173 Sterne-Restaurants, darunter genauso viele Drei-Sterne-Küchen wie in Deutschland (9) und doppelt so viele mit zwei Sternen (36).

Für knappe Geldbeutel listet der "Michelin" jetzt 362 "Bib-Gourmand"-Restaurants mit guter Küche und Menupreisen bis 35 Euro auf. Die Wirtschaftskrise hat aber auch den Reifenkonzern Michelin und seine Gourmetführer getroffen: Die Ausgaben 2010 für Österreich, Los Angeles und Las Vegas erscheinen nicht mehr.

Mai/DPA/DPA
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