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Mit den Augen eines Schweins – so furchtbar ist ein Schweineleben

In einem außergewöhnlichen 360-Grad-Video kann man das Leben eines Schweins begleiten. Man erfährt, unter welchen erbärmlichen Zuständen Ferkel aufwachsen und sieht, wie Muttersäue in ihrem eigenen Dreck vegetieren. Achtung: Dieses Video ist nichts für sensible Gemüter!

Schwein im Mastbetrieb

Ein Schwein in einem Mastbetrieb - es sucht nach Trost

Egal, wie Sie sich das Leben eines Schweins in konventioneller Massentierhaltung vorstellen, es ist schlimmer. Wahrscheinlich ist Ihre Vorstellung nur ein Bruchteil von dem, was in diesen Ställen passiert. Und unter welchen erbärmlichen, tierunwürdigen Zuständen Schweine dahin vegetieren – nur damit unser großer Hunger auf Schweinefleisch gedeckt wird.

In einem schockierenden 360-Grad-Video von "Animal Equality Germany" kommt man der Realität so nah, dass allein beim Zusehen das Blut in jedermanns Adern gefriert. Hinzu kommt, dass man sich per Mausklick in den Ställen umsehen kann. Dabei ist es keine Seltenheit, dass tote Ferkel, blutige Säue, Kot oder Gedärme zu sehen sind. Sehen ist hier übrigens das Stichwort: Der Blick, der in diesem Video gewährt wird, ist einzigartig, denn man sieht durch die Augen eines Schweins:

"Du weißt nicht, warum du hier bist. Aber du bist hinter Gittern. Um dich herum siehst du zahllose andere wie dich. Links neben dir sucht jemand hilflos Trost. So lange du denken kannst, ist es so gewesen. Du wurdest in einem Käfig in den Exkrementen deiner Mutter geboren, aber sie kann nichts dafür. Sie hatte nie eine Wahl. Im einzigen Monat, in dem du bei ihr warst, lag sie eingepfercht am Boden. Ohne sich bewegen zu können, ohne dir ihre Liebe geben zu können. 

Viele deine Geschwister überleben in diesem Nährboden von Krankheiten nicht einmal eine Woche. Wenn du es bis dahin schaffst, werden dir die Zähne abgeschliffen, dein Ringelschwanz kupiert und du wirst kastriert. Alles ohne Betäubung. Ohne jegliche medizinische Versorgung landest du wieder im dreckigen Käfig, in dem du geboren wurdest. Du wirst hier niemals frische Luft atmen, niemals frisches Wasser trinken, nie warme Sonnenstrahlen spüren. Deine Strafe ist härter als die, der abscheulichen Verbrecher. Dein Verbrechen ist es, geboren zu sein. Als hättest du eine Wahl gehabt.

(...)

Wenn du für die Zucht nicht geeignet bist oder als Junge geboren wirst, kommst du in einen Mastbetrieb. Hier lebst du die nächsten fünf Monate in einem engen überfüllten Stall. (...) Langeweile und Frustration machen dich verrückt. Einige drehen durch: Sie beißen und verletzen sich gegenseitig. Viele erliegen ihren Wunden.

(...)

Wenn du den Mastbetrieb überlebst, musst du erkennen, dass diese ersten sechs Monate deines Lebens, deine letzten waren. Dein nächster und letzter Halt: der Schlachthof. Dort im dichten Gedränge siehst du den Körper derer, die nur Momente vor dir ankamen. Aufgereiht und blutend. (...) Dann bist du an der Reihe. Wie so viele andere vor dir, bist du bei vollem Bewusstsein als dir die Kehle aufgeschnitten wird. (...)"

Das Video ruft zum Fleischboykott auf - es kommt aus der vegan-vegetarischen Bewegung. Natürlich kann man nicht erwarten, dass die Menschheit kein Fleisch mehr isst. Das wäre utopisch. Dennoch: Wer Fleisch konsumiert, sollte sich solcher Bilder aus Schlachthöfen bewusst sein, und zumindest überdenken, woher er sein Schweinefleisch bezieht. Aus solchen Ställen Fleisch zu kaufen ist nicht nur furchtbar, sondern sollte verboten werden.

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