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Diese acht Gerichte sollten Sie beim Koreaner bestellen

Kimchi, Bibimbap, Bulgogi: Die koreanische Küche bietet eine Vielzahl an Geschmackserlebnissen, die Sie probieren müssen. Warum? Weil sie abwechslungsreich, feurig-scharf und würzig schmecken.

Von Denise Wachter

  Fast schon künsterlisch: Bibimbap mit Spiegelei

Fast schon künsterlisch: Bibimbap mit Spiegelei

Schweinefleisch süß-sauer gibt es beim Chinesen um die Ecke. Wer Lust auf Sushi hat, geht zum Japaner. Und beim Thailänder gibt es herzhafte Kokoscurrys. Es sind Länder wie China, Thailand oder Japan, die man sofort mit ihrer Küche verbindet.

Aber was isst man eigentlich beim Koreaner? In Großstädten wie Berlin, Düsseldorf und Hamburg gab es schon seit gut fünf Jahren einen Boom von Neueröffnungen koreanischer Restaurants. Mittlerweile sind sie fest etabliert in der Food-Szene. Restaurants wie Kimchi Princess in Berlin-Kreuzberg beispielsweise bietet das traditionelle koreanische Essen schon seit 2009 an. Das Han Mi in Hamburg seit 2012 und in Düsseldorf gibt es ein japanisches Viertel mit vielen koreanischen Restaurants. Der Siegeszug der koreanischen Küche ist unaufhaltsam. Woran das liegt? Die Deutschen sind vor allem offener geworden, sie wollen mehr Abwechslung. Die Koreaner hingegen sind selbstbewusster geworden und überzeugen mit Tradition: Die Gerichte bleiben koreanisch - feurig scharf, würzig und mit einer Menge Knoblauch.

Aber auch das Nationalgericht Koreas ist maßgeblich für den Hype verantwortlich: Kimchi - scharf marinierter, vergorener Chinakohl, der zu jeder Mahlzeit gereicht wird - neben Reis und Suppe. Entweder man liebt Kimchi oder man geht zukünftig einen großen Bogen um das koreanische Pendant zu unserem Sauerkraut. Wie auch immer, die koreanische Küche bietet eine Vielzahl von Geschmackserlebnissen. Was Sie bei Ihrem nächsten Restaurantbesuch unbedingt probieren sollten, erfahren Sie hier.

1. Kimchi oder die Essenz Koreas

  Kimchi - die Essenz Koreas

Kimchi - die Essenz Koreas

Es gibt unzählige Rezepte für selbstgemachtes Kimchi, jeder Haushalt, jede Region Koreas hat ein anderes. Der scharf marinierte, vergorene Kohl ist die Essenz Koreas und wird zu fast jeder Mahlzeit gereicht. Auch zum Frühstück. Das Wort "Kimchi" bedeutet eigentlich das Haltbarmachen von Lebensmitteln, vor allem Gemüse, durch Milchsäuregärung.

Im Laufe der Zeit sind deshalb viele verschieden Arten von Kimchi entstanden mit Gurken, Lauch, Rettich oder eben Chinakohl. Traditionell werden Chinakohlblätter mit kleingeschnittenem Rettich, Ingwer und einer Menge Knoblauch gewürzt. Hinzu kommen Meeresfrüchte der Saison und reichlich Chilipulver (gochugaru). Die Chinakohlblätter werden mit den Zutaten eingeschmiert. In manchen Regionen werden Fischsoße, eingelegter Fisch oder Austern beigemengt. Geruch und Geschmack sind gewöhnungsbedürftig, wer Kimchi jedoch lieben lernt, wird den vergorenen Kohl nicht mehr vom Speiseplan streichen wollen. Alle anderen werden einen großen Bogen um ihn machen.

2. Kimchi jjigae oder Kimchi-Eintopf

  Kimchi-Eintopf ist sehr beliebt in Korea

Kimchi-Eintopf ist sehr beliebt in Korea

Kimchi ist vielfältig einsetzbar, nicht nur pur, zu Reis oder Fleisch, nein, sondern auch zu Pfannkuchen, Käse (Tipp: Probieren Sie Kimchi zu Kässpätzle!) oder eben als Eintopf. Der Kimchi jjigae ist ein beliebter Eintopf in Korea, dafür wird stark fermentierter, also reifer Kimchi genutzt, der schon länger vor sich hingärt. Dadurch erhält man einen kräftigen Kimchi-Geschmack. Zum kleingeschnittenen Kimchi kommt Rind- oder Schweinefleisch oder Meeresfrüchte hinzu, sowie Tofu, Frühlingszwiebeln, Knoblauch. Das Ganze wird mit kochendem Wasser oder Anchovi-Brühe aufgegossen. Gewürzt wird der Eintopf mit Bohnen- (doenjang) oder Chilipaste (Gochujang).

Kimchi Jjigae wird wie die meisten koreanischen Speisen von einer reich-gedeckten Tafel gegessen. Häufig werden zum Eintopf verschiedene Beilagen und Reis gereicht. Das Jiggae wird kochend in einem heißen Steintopf serviert.

3. Bibimbap

  Hier ist eine Variante des Bibimbap zu sehen. Das Dolsot Bibimbap wird im heißen Steintopf serviert. Dadurch wird das Gericht während des Essens weiter erhitzt und gebraten. Das Ei wird oft roh darüber geschlagen.

Hier ist eine Variante des Bibimbap zu sehen. Das Dolsot Bibimbap wird im heißen Steintopf serviert. Dadurch wird das Gericht während des Essens weiter erhitzt und gebraten. Das Ei wird oft roh darüber geschlagen.

Bibimbap ist in Korea sehr beliebt. Das koreanische Reisgericht wird mit verschiedenen Gemüsesorten, etwas Rindfleisch, einem gebratenen Ei und Gochujang (rote Chilipaste) zubereitet. Bibimbapb bedeutet so viel wie "Reis umrühren" oder "Reis mischen". Und das ist eigentlich auch der Clou an diesem Gericht: Es wird ungemischt serviert, vor dem Essen muss durchgerührt werden. Dazu werden häuftig eine Suppe oder andere Beilagen gereicht, diese werden mit Stäbchen gegessen.

4. Banchan oder koreanische Tapas

  Banchan - kleine koreanische Köstlichkeiten

Banchan - kleine koreanische Köstlichkeiten

In Spanien essen sie Tapas, in Korea Banchan. Diese kleine Köstlichkeiten werden in der koreanischen Küche mit Reis serviert. Banchan heißt einfach schlichtweg Beilagen. Und die können sich sehen lassen: Neben dem heißgeliebten Kimchi gibt es eine Vielzahl an Beilagen wie Sojabohnen in Sesamöl, gekochter Spinat mit Knoblauch und Sesam, Rettich, Gurken, Möhren, Auberginen, Pilze, Wurzeln, Knollen - alles natürlich authentisch koreanisch gewürzt, meist mit Sesamöl, geröstetem Sesam und natürlich Knoblauch.

Die koreanischen Tapas werden in die Mitte des Tisches gestellt, teilen ist hier Pflicht. Das Essen ist eine gesellige Angelegenheit, jeder kann von allem probieren. Nur Suppe und Reisschüssel werden jedem individuell gereicht. Die Hauptgerichte (wie Galbi und Bulgogi) bilden das Zentrum der Tafel, die Banchan werden drumherum gestellt. Sind die Schüsselchen leer, werden sie umgehend wieder aufgefüllt.

5. Koreanisches BBQ

  Ein Tischgrill mit vielen Beilagen. Hier handelt es sich nicht um Bulgogi, sondern um ein ganzes Stück Fleisch.

Ein Tischgrill mit vielen Beilagen. Hier handelt es sich nicht um Bulgogi, sondern um ein ganzes Stück Fleisch.

Der Tischgrill ist in Korea fast genauso beliebt wie das Kimchi. Dass ist auch nicht weiter verwunderlich, denn die Koreaner lieben diese Art von frisch zubereitetem Fleisch. Das sogenannte Bulgogi - hauchdünn geschnittenes Rind-, Hähnchen- oder Schweinefleisch wird direkt auf dem Tisch in einer pikanten Marinade aus Birnensaft oder Zucker, Sojasauce, Knoblauch, Frühlingszwiebeln und Sesamöl angebraten. Dazu werden koreanische Beilagen - Banchan - gereicht.

6. Galbi - marinierte, gegrillte Rippchen

  Gegrillte Rippchen: In Korea werden Rinderrippen mariniert und auf einem Tischgrill gebraten

Gegrillte Rippchen: In Korea werden Rinderrippen mariniert und auf einem Tischgrill gebraten

Spareribs sind eine köstliche Angelegenheit. Hierzulande werden die fein marinierten Rippchen oft vom Schwein verwendet. In Korea gibt es Rinderrippen, die sogenannten Galbi. Diese werden über Nacht in eine Marinade aus Zucker, Sojasauce, Frühlingszwiebeln, Knoblauch und Sesamöl gelegt. Danach in mundgerechte Stücke geschnitten und auf dem Tischgrill gebraten.

7. Gimbap oder koreanisches Sushi

  Gimbap - das koreanische Sushi

Gimbap - das koreanische Sushi

Wer rohen Fisch im Sushi nicht mag, dem wird mit dem koreanischen Sushi - dem sogenannten Gimbap - eine köstliche Alternative angeboten. Denn Gimbap wird keineswegs mit rohem Fisch zubereitet, sondern mit Bulgogi - hauchdünn geschnittenes, mariniertes Fleisch. Mittlerweile ist Gimbap ein populärer Zwischensnack, der auch gerne mittags verspeist wird. Er besteht aus getrocknetem Seetang (Gim) und Reis (Bab - gekochter Reis) sowie Bulgogi, Spinat, eingelegtem Rettich und Omelett.

Das koreanische Sushi kann mit unterschiedlichsten Zutaten gefüllt werden - beispielsweise frischen Sesamblättern, Thunfisch, Käse, Fischeiern oder Krebsfleisch. Die gefüllten "gim" werden gerollt und danach in mundgerechte Stücke geschnitten. Gegessen wird natürlich mit Stäbchen, dazu wird häufig Kimchi und ein Dip aus koreanischer Chilipaste, Sojasauce und Sesamöl serviert.

8. Gim

  Getrocknete Seetangblätter

Getrocknete Seetangblätter

In Japan kennt man "nori", in Korea ist es "gim". Getrocknete und gesalzene Seetangblätter. Diese werden gern pur gegessen oder eingewickelt mit Reis, Fleisch und Gemüse. Wenn Gim als Beilage gereicht wird, wird der Seetang mit Sesamöl geröstet, mit Salz bestreut und in kleine Streifen geschnitten.

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