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Das steckt alles in McDonald's-Fritten

Pommes können aus Kartoffeln und Frittieröl zubereitet werden. Beim Fast-Food-Riesen McDonald's ist das anders. Dort braucht es noch zehn weitere Zutaten. Auch wenn sie nicht immer gesund sind.

Von Denise Wachter

  Nur Kartoffel und Frittieröl? Falsch gedacht. In den Pommes frites von McDonald's steckt viel mehr drin.

Nur Kartoffel und Frittieröl? Falsch gedacht. In den Pommes frites von McDonald's steckt viel mehr drin.

Eigentlich kann man Pommes frites ganz leicht selber machen: Man braucht dafür nur frische Kartoffeln, Öl zum Frittieren und Salz. Wer die Kartoffelstifte nicht im Fett ausbacken möchte, kann dies auch im Backofen tun. Dazu muss der Ofen nur auf 200 Grad Celsius vorgeheizt werden, die Kartoffelstifte mit Olivenöl und Salz eingerieben werden, etwa 40 Minuten warten und fertig sind die köstlichen Kartoffel-Pommes.

Aber McDonald's wäre nicht McDonald's, wenn seine Rezeptur für Pommes nicht vollgestopft wäre mit weiteren Zutaten - ein neues Video aus der McDonald's-Imagereihe in den USA "Our food. Your question" zeigt die Herstellung der beliebten Fritten. Was schon einmal beruhigend ist: Es werden echte Kartoffeln verwendet, und diese sollen nicht gentechnisch verändert sein, wie es im Video erklärt wird. Das ist wohl die einzig positive Nachricht.

Denn zur Herstellung der Pommes werden eine Reihe von Zusatzstoffen verwendet - unter anderem Tertiär-Butylhydrochinon (TBHQ). Es ist als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen und wird als Antioxidationsmittel für verschiedene Fette verwendet - in diesem Fall für hydriertes Sojabohnenöl, das in den USA auch verstärkt zur Herstellung von Biodiesel verwendet wird. TBHQ ist auf den ersten Blick zwar unbedenklich, trotzdem sollte er nicht in hohen Dosen konsumiert werden.

Silicium, Phosphor und Rindfleischaroma

Eine weitere Zutat ist ein Silicium mit dem Namen Polydimethylsiloxan (PDMS), das aus Sicherheitsgründen eingesetzt wird. PDMS beugt dem Schäumen von kochendem Öl vor. Auch dieser Zusatzstoff gilt in geringen Mengen als unbedenklich. Eine Maximal-Dosis darf aber auch hier nicht überschritten werden. PDMS wird übrigens auch für Arzneimittel und zur Gleitbeschichtung bei Kondomen verwendet.

Dextrose ist auch in den Fritten enthalten, ein natürlicher Zucker, der die goldfrittierte Farbe der Pommes beibehalten soll. Dinatriumhydrogenphosphat sorgt dafür, dass die Pommes nicht grau werden - in hohen Dosen könnte Phosphor aber Hyperaktivität, allergische Reaktionen und Osteoporose auslösen. Als Zusatzstoff ist er dennoch erlaubt.

Was natürliches Rindfleischaroma (aus hydrolysiertem Weizen und hydrolysierter Milch) in den Pommes frites zu suchen hat, ist ganz einfach: Früher wurden die Pommes in Rindertalg statt in Pflanzenöl frittiert - um den Geschmack beizubehalten, glich man gewissermaßen mit zugesetztem Rindfleischaroma aus. Veganer können demnach bei McDonald's nicht einmal mehr Pommes essen - zumindest in den USA.

Die Kartoffelstifte werden in der Produktionsfabrik bereits einmal vorfrittiert, danach schockgefrostet und in die McDonald's-Filialen geliefert. Dort werden sie für den Kundengenuss noch einmal frittiert. Eine Portion große Pommes deckt mit 510 kcal fast ein Viertel des Tagesbedarfs. Ob die Kampagne des Fast-Food-Riesens wirklich sein Image aufpoliert, bleibt bei näherem Hinsehen eher fraglich. Was es immerhin bringt: Transparenz.

Anmerkung: Die Zutatenliste bezieht sich auf die Zusammensetzung der Pommes frites in den USA. Wie auch das untenstehende Video. In deutschen Fritten von McDonald's befindet sich jedoch auch Dinatriumdiphosphat, das in hohen Dosen zu Krankheiten führen könnte.

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