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Mit diesen Tipps und Tricks halten Ihre Lebensmittel monatelang

Wer Gemüse, Obst, Käse, Brot sowie Kräuter und Gewürze richtig lagern will, muss ein paar Regeln beachten, um ihren vollen Geschmack möglichst lange zu bewahren.

Eingemacht in Weckgläsern bleiben zahlreiche Gemüse und Obstarten für viele Wochen schmackhaft

Eingemacht in Weckgläsern bleiben zahlreiche Gemüse und Obstarten für viele Wochen schmackhaft

Obst und Gemüse

Für viele Arten ist ein kühler, dunkler Platz der beste Lagerort. Möhren, Radieschen oder Kohl gehören daher ins Gemüsefach im unteren Bereich des . Auch Beeren, Kirschen oder Weintrauben lassen sich dort für einige Tage bis Wochen aufbewahren.

Obst aus wärmeren Breiten wie Ananas, Banane, Mango und Melone bekommt die Kälte aber nicht, ebenso wenig Aubergine, Gurke, Paprika und Tomate. Ihr Aroma erhalten sie am besten bei Zimmertemperatur. Für die Tomate ist inzwischen nachgewiesen, warum ein Aufenthalt im Kühlschrank dem Geschmack schadet: Über den Stielansatz verfliegen ihre Aromastoffe. Bei Zimmertemperatur stellt die sie zwar ständig wieder ausreichend her, nicht jedoch bei Kälte. Eine Woche im Kühlschrank reduziert die Aromastoffe der Tomate daher um zwei Drittel.

Für eine optimale Lagerung ist es zudem wichtig zu wissen, ob das Obst oder Gemüse zu den nachreifenden oder nicht nachreifenden Arten gehört. Die nachreifenden Arten wie Bananen, Äpfel oder Avocados werden unreif gepflückt, da auch während der Lagerung ihr typisches Aroma entsteht und sie die Genussreife erreichen. Die nicht nachreifenden Arten wie etwa Erdbeeren, Orangen und Gurken müssen dagegen im vollreifen Zustand geerntet werden, soll ihr Aroma ausgeprägt sein.

Da nachreifende Früchte das gasförmige Pflanzenhormon Ethylen produzieren, das die Haltbarkeit von in der Nähe liegenden, nicht nachreifenden Arten beeinträchtigt, sollte man sie nie zusammen aufbewahren. Beispielsweise werden Erdbeeren, die etwa neben Äpfeln liegen, schneller matschig.

Raus aus dem Kühlschrank!: Acht Lebensmittel, die Sie garantiert falsch lagern
Basilikum  Dieses köstliche Kraut mag es am liebsten feucht und leicht kühl. Also versuchen Sie, es auch so zu lagern. Trockenheit und Kühlschrankkälte bekommt dem Basilikum nicht. Eine andere Möglichkeit wäre es, das Gewürz wie Blumen zu halten. Dafür müssen Sie die Pflanzenstiele an den unteren Enden abschneiden und in eine Vase stellen. Legen Sie ein Stück Frischhaltefolie locker darüber - so hält sich der Basilikum länger.

Basilikum Dieses köstliche Kraut mag es am liebsten feucht und leicht kühl. Also versuchen Sie, es auch so zu lagern. Trockenheit und Kühlschrankkälte bekommt dem Basilikum nicht. Eine andere Möglichkeit wäre es, das Gewürz wie Blumen zu halten. Dafür müssen Sie die Pflanzenstiele an den unteren Enden abschneiden und in eine Vase stellen. Legen Sie ein Stück Frischhaltefolie locker darüber - so hält sich der Basilikum länger.


Käse

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Käse durchläuft verschiedene Reifestadien. Kühlere Temperaturen verzögern die Reife, eine wärmere Umgebung beschleunigt sie. Temperaturen unter sechs Grad Celsius schaden dem Aroma jedoch, weshalb Käse in den mittleren, etwas wärmeren Bereich des Kühlschranks gehört. Damit er sein Aroma behält und nicht austrocknet, sollte Käse möglichst am Stück in speziellem Einschlagpapier vom Käsehändler oder in luftdurchlässigen Dosen aufbewahrt werden. So kann Feuchtigkeit, die Schimmelbildung begünstigt, verdunsten, und unangenehm schmeckende Substanzen, die im Käse entstehen, können sich – anders als etwa in einer dichten Plastikfolie – verflüchtigen.

Zudem sollte jeder Käse einzeln verpackt werden, damit sich typische Gerüche nicht vermischen oder Edelschimmel auf Hartkäse übergreift. Da sich das optimale Aroma erst ab etwa 16 Grad Celsius entfaltet, sollte man den Käse etwa 30 bis 60 Minuten vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank nehmen.

Brot und Brötchen

Backwaren werden rasch trocken und hart, wenn sie offen im Brotkorb liegen, Papiertüten können das nur geringfügig verlangsamen, Plastiktüten lassen die Krusten weich werden. Auch die Aufbewahrung im Kühlschrank ist ungünstig, insbesondere Roggenbrot wird bei kühlen Temperaturen schnell altbacken und bekommt einen schalen Geschmack. Besser ist es, Brot im Brotkasten oder einem Tontopf mit Holzdeckel zu lagern. So bleibt es innen recht lange saftig. Brötchen werden am besten in einem Netz oder der Bäckertüte aufbewahrt, das Gleiche gilt für Brot, das eine knusprige Kruste behalten soll.

Kräuter und Gewürze

Gewürze sollten trocken, kühl und lichtgeschützt gelagert werden. Werden sie unzerkleinert aufbewahrt, so wie etwa Zimtstangen, Muskatnuss, Pfeffer- oder Korian-derkörner, behalten sie mehrere Jahre ihre Würzkraft. Im gemahlenen Zustand verlieren sie schon nach wenigen Monaten an Intensität. Auch getrocknete Kräuter haben nach etwa einem Jahr viel von ihrem Aroma verloren. Frische Kräuter lagern am besten im Kühlschrank. Vor dem Austrocknen lassen sie sich schützen, indem man sie in ein Küchentuch einschlägt (das gilt etwa für Salbei, Rosmarin und Thymian) oder in ein Wasserglas stellt (Minze, Petersilie und Koriander) und anschließend mit einer Plastiktüte umhüllt.

So bleibt die Frische der Kräuter zwei bis drei Wochen lang erhalten. Eine Ausnahme ist Basilikum: Es verträgt keine Kälte und hält sich am besten in einem Wasserglas auf der Fensterbank. Abgesehen von Basilikum lassen sich viele Kräuter auch längere Zeit im Gefrierschrank konservieren. Dazu am besten die Blätter hacken und mit etwas Wasser oder Öl in Eiswürfelformen geben. Aufgetaut erreichen sie dann wieder die volle Würzkraft.

 

Von Claudia Doyle

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