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Delikate Triebe

Schon die alten Römer erhoben seine feinen Triebe zur Delikatesse: der Spargel. Hierzulande ist er das am häufigsten angebaute Freilandgemüse - und ganz nebenbei auch noch fürchterlich gesund.

Von Björn Erichsen

  Delikat und entgiftend: der Gemeine Spargel.

Delikat und entgiftend: der Gemeine Spargel.

  • Björn Erichsen

Name: Spargel – kommt aus der Gattung der Spargel und gehört zur Familie Liliengewächse.

Alias:

Lateinisch: Asparagus officinalis. Hierzulande heißt er meist nur Gemüsespargel oder gemeiner Spargel. Es gibt jedoch auch Regionen da heißt das Edelgemüsse Korallenkraut, Sparsem oder Schwammwurz.

Tut gut weil:

So sehr hoch ist sein Nährwert gar nicht – dennoch handelt es sich beim Spargel um ein sehr gesundes Gemüse. Er enthält viel Folsäure und jede Menge Mineralstoffe, stärkt das Herz-Kreislauf-System und die Nieren und wirkt entwässernd und entgiftend. Letzteres liegt übrigens vor allem an der Aminosäure Asparagin, die auch dafür verantwortlich ist, dass es bei manchen Menschen nach dem Spargelgenuss beim Wasserlassen seltsam riecht ...

Schmeckt am besten: Braten, dünsten oder mit allen verwertbaren Teilen zur Cremesuppe machen. Meistens wird der Spargel jedoch gekocht. Al dente wird er, wenn man ihn drei, vier Minuten im Wasser kocht und anschließend eine Viertelstunde ziehen lässt. Da die Köpfe schneller fertig sind als der Rest, bindet man die Spargelstangen vorsichtig aneinander und stellt sie aufrecht in einen schmalen Topf. Klassisch gibt es den gekochten Spargel mit Kartoffeln, zerlassener Butter, Sauce Hollandaise und Schinken. Auch Bachamelsoße dazu ist sehr beliebt. Wer den ganzen Spargelgenuss will, sollte jedoch auf Minimalismus setzen: Guten Spargel kaufen und dazu einfach nur Pellkartoffeln, Butter und Salz.

Saison/Einkauf: Auf den Spargel freuen sich viele: Ist er doch eines der ersten Gemüse, die nach dem Winter auf den Tisch kommen. Die jungen Triebe werden in Deutschland zwischen April bis Juni geerntet, die beste Zeit zum Einkauf aus regionalem Anbau ist der Mai. Frischen Spargel erkennt man an seiner glänzenden Schale, möglichst geschlossenen weißen Köpfe und frischen Schnittstellen. Ein leichte Braunfärbung verrät dagegen, dass der Bund schon etwas länger liegt. Machen Sie den Test: Wenn Sie die Spargelstangen aneinanderreiben, sollte es ein kleines bisschen quietschen, bei leichtem Druck sollte am Ende etwas Feuchtigkeit austreten.Grüner Spargel dagegen sollte vor prall aussehen und an den Enden nicht holzig oder angetrocknet sein.

Lagerung: Sorgsam behandeln - denn Spargel ist ein ziemlich empfindliches Gemüse! Am besten ist, man verzehrt ihn ganz frisch. Ansonsten in ein feuchtes Handtuch einwickeln und in den Kühlschrank legen – jedoch hält er auch dort höchstens zwei bis drei Tage. Wer will, kann den Spargel auch schälen und einfrieren – allerdings verlieren die delikaten Triebe dabei ein wenig an Geschmack.

Kleine Herkunftsgeschichte:

Bekannt war Spargel schon im Ägypten der Pharaos und im alten China und ist damit schon mehrere Tausend Jahre alt. Von Hippokrates, dem Arzt aller Ärzte, wurde er als Heilpflanze angewendet, spätestens die antiken Römer erhoben den Spargel zum Feinschmeckergemüse. Sie waren es auch, die die Delikatesse nördlich der Alpen bekannt machten. Belegt ist sein Anbau dort jedoch erst wieder ab dem 16 Jahrhundert – vermutlich wegen des aufwendigen Anbaus.

Wissen für Besserwisser: Seit Hippokrates hat der Spargel eine echte Medizinkarriere gemacht: Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurde Spargel noch als Mittel gegen Gelbsucht verordnet, seine Wurzel waren sogar ein eingetragenes Heilmittel. Nicht belegt ist dagegen das Gerücht, dass Spargel in signifikantem Maße die männliche Potenz beflügelt ...

Wissen für Besserwisser II:

Spargel mag man nicht nur – man liebt ihn (oder eben nicht). Echte Spargelfreunde hierzulande jedenfalls keine Sorgen um den Nachschub aus heimischen Gefilden machen. Denn laut dem Statistischen Bundesamt ist Spargel das am häufigsten angebaute Freilandgemüse der Republik.

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