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Der Liebesapfel

Wir nennen sie auch Goldapfel oder Paradeiser: Es mangelt nicht an Ehrerbietung gegenüber der Tomate. Aber sie ist eben auch ein ziemlich sexy Früchten - und das meist gekaufte Gemüse in Deutschland.

Von Björn Erichsen

  Beliebte Frucht: die Tomate, das meist gekaufte Gemüse in Deutschland.

Beliebte Frucht: die Tomate, das meist gekaufte Gemüse in Deutschland.

Name: Tomate – ein Nachtschattengewächs mit einem ziemlich sonnigen Namen im Fachbuch: Solanum lycopersicum.

Alias: In Deutschland adelt man Tomaten schon mal als Goldäpfel, der Österreicher sagt sogar Paradeiser. Und ein noch zärtlicheres Verhältnis zu dem sexy Früchten frönen die Italiener und nennen die Tomate Pomodoro, also Liebesapfel (-> von pomo d’Amore).

Tut gut weil: Die Tomate ist ein echter Kraftprotz und enthält die Vitamine B1, B2 und C Provitamin A (Beta-Carotin), dazu Folsäure und einige Mineralstoffe. Aber Achtung: Unreife grüne Tomaten sind giftig, da sie das Alkaloid Solanin enthalten. Das schwindet beim Reifen, rote Tomaten enthalten nur noch kleines Reste des Giftes im Stengelansatz.

Schmeckt am besten:

Bei Tomaten ist es wie so oft beim Gemüse: Am besten schmecken sie frisch geerntet beim Erzeuger. Allerdings: Außerhalb der Hauptsaison im Sommer kann es durchaus empfehlenswert sein, auf Dosentomaten zurückzugreifen, da diese stets vollreif geerntet werden und dadurch mehr Aroma haben. Tipp für empfindliche Mägen: Tomaten werden beim Essen besser verträglich, wenn man sie vorher häutet.

Saison/Einkauf: Tomaten das sind ganze Jahr über erhältlich – am meisten Aroma haben sie jedoch im Sommer direkt aus dem Garten oder vom Bauern. Traditionelle Tomaten-Exportländer sind Mexiko, Spanien und die Niederlande. Letztere schmecken inzwischen weniger wässrig als noch vor ein paar Jahren, die "Holland-Tomate" ist tatsächlich oft besser als ihr Ruf.

Lagerung:

Am besten dunkel und bei Raumtemperatur lagern, dann bleiben Tomaten ca. fünf Tage haltbar. Freilandtomaten mit leichter Grünfarbung zwei bis drei Tage liegen lassen, sie reifen nach und färben sich rot. Auf die Lagerung im Kühlschrank sollte man gänzlich verzichten, da Tomaten dabei Aroma verlieren und hart werden.

Variationen: Enorm viele. Bekannt sind mehr als 2500 Sorten, wobei viele private Züchtungen noch nicht einmal mitgerrechnet sind. Und es werden jedes Jahr mehr. Es gibt sie unter anderem in hellgelb, grüngelb, orange, violett, braunrot, tiefrot und sogar rosarot, man findet sie als fruchtig-süße Cocktailtomate, dünschalige Fleichtomate oder würzige Minitomate, mal rund, mal pflaumen-, birnen oder herzförmig.

Kleine Herkunftsgeschichte: Tomaten stammen ursprünglich aus Mittel- und Südamerika, wo sie unter anderem von den Maya ab etwa 200 v. Chr. kultiviert wurden. Ihr Name für die Frucht: "xitomatl". In Europa dauerte es ein bisschen länger, bis der Goldapfel seinen Platz auf dem Speiseplan fand: Man fürchtete lange, Tomaten seien giftig und baute sie daher lediglich als Zierpflanzen an. 1873 wurden Tomatenstauden auf der Weltausstellung in Wien präsentiert, ihren Weg in deutsche Küchen fanden sie im großen Stil erst nach 1945.

Besserwisser:

Der durchschnittliche deutsche Haushalt kauft im Jahr rund 10 Kilogramm Tomaten. Damit ist die rote Frucht das meistgekaufte Gemüse in Deutschland.

Besserwisser II:

Die größte Tomate der Welt wurde 1986 im US-Bundesstaat Oklahoma geernet und wog unglaubliche 3,5 Kilogramm. Das Pendant dazu ist die kleine Beerentomate: Die erinnert mit einem Durchmesser von 0,5 Zentimentern und einem Gewicht von 1-2 Gramm eher an einer Johannisbeere.

Besserwisser III:

Alljährlich feiern Zehntausende in der spanischen Stadt Buno mit der "Fiesta Tomatina". Bei der ausschweifenden Tomatenschlacht werden regelmäßig mehr als 100.000 Kilogramm Tomaten zu Ketchup verarbeitet.

Mitarbeit: Edith Reichert
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