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Kleinkrieg gegen Schweiger geht weiter - "Mopo" druckt provokante Gegendarstellung

Til Schweiger serviert in seinem Restaurant Leitungswasser für 4,20 Euro je Liter - die "Hamburger Morgenpost" bezeichnete das als "dreist" und führte einen öffentlichen Kleinkrieg mit dem Schauspieler. Jetzt druckt die Zeitung eine Gegendarstellung - und stichelt weiter.

Til Schweiger und seine damalige Lebensgefährtin Marlene Shirley bei der Eröffnung seines Restaurants "Barefood Deli" in Hamburg

Til Schweiger und seine damalige Lebensgefährtin Marlene Shirley bei der Eröffnung seines Restaurants "Barefood Deli" in Hamburg

Der Streit zwischen und dem Hamburger Boulevard-Blatt "Morgenpost" über das im Restaurant des Schauspielers ausgeschenkte Leitungswasser hat seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht: Schweiger erwirkte, dass die Zeitung eine Gegendarstellung druckte - auf der Titelseite. Anstatt Neuigkeiten aus ihrer Stadt lesen Zehntausende Hamburger am Kiosk jetzt Schweigers Statement: "Auf der Titelseite (...) haben Sie geschrieben: 'Til Schweiger... Er verkauft Hamburgs teuerstes Leitungs-Wasser' Hierzu stelle ich fest: Ich verkaufe nicht das teuerste Leitungswasser."


Til Schweiger hat die Speisekarte inzwischen geändert

In ihrem Text darunter räumt die Redaktion ihren Fehler ein: "Lieber Til Schweiger", heißt es da, "Sie haben recht. Sie verkaufen in Ihrem Restaurant nicht teuerstes Leitungswasser." Allerdings stichelt das Blatt gleich im nächsten Satz weiter gegen die Geschäftspraktiken des Schauspielers in seinem Restaurant "Barefood Deli" in der Hamburger Innenstadt: "Sie verlangen nur 4,20 Euro für einen Liter Wasser aus dem Hahn, der eigentlich 0,4 Cent kostet." Inzwischen habe Schweiger die Speisekarte um den Hinweis "fein gefiltertes Hamburger Trinkwasser" ergänzt. "Das ist doch schon mal ein Fortschritt. Ihre Mopo", lobt die Redaktion zum Abschluss.

Runde vier im Kleinkrieg Mopo vs. Schweiger

Die Zeitung hatte im Januar darüber berichtet, dass in Schweigers Gaststätte den Besuchern Leitungs- statt Markenwasser aufgetischt werde, zu Preisen von 1,80 Euro für den viertel und 4,20 Euro für den ganzen Liter - in vielen anderen Restaurants gibt es Leitungswasser kostenlos. In einem im stern veröffentlichten Brief an die "Morgenpost" widersprach der Schauspieler der Zeitung: Das Leitungswasser werde gefiltert und zum Teil mit Zusätzen verfeinert. "Wir feiern damit ein Top-Produkt unserer Stadt, auf das ganz Hamburg stolz sein kann!" Der Preis sei damit gerechtfertigt.

Die Antwort der "Morgenpost" ließ nicht lange auf sich warten: "Wir staunen einmal mehr über ihren routinierten Rollenwechsel zwischen Macho und Mimose." Die Preisgestaltung Schweigers sei "dreist". Mit der veröffentlicheten Gegendarstellung geht der Kleinkrieg jetzt in die nächste Runde.


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