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Sushi-König ersteigert Thunfisch für 108.500 Euro

Seit 1935 ist Tokios Fischmarkt Tsukiji ein Mekka der Fischliebhaber. In diesem Jahr sorgte Kiyoshi Kimura für Aufsehen. Mehr als 108 Tausend Euro ließ sich der Chef der japanischen Sushi-Kette Zanmai einen Thunfisch kosten. 

Chef von japanischer Sushi-Kette ersteigert Thunfisch für 108.500 Euro

Bei der Neujahrsauktion ersteigerte der Sushi-Restaurant-Betreiber Kiyoshi Kimura einen 200 Kilogramm schweren Blauflossen-Thunfisch für den stolzen Preis von 14 Millionen Yen 

200 Kilogram Thunfisch für mehr als 108 Tausend Euro: Der Chef der japanischen Sushi-Kette Zanmai, Kiyoshi Kimura, trägt auch dieses Jahr den teuersten Thunfisch der traditionellen Neujahrs-Versteigerung auf dem Tokioter Fischmarkt Tsukiji nach Hause. Kimura zahlte am Dienstag 14 Millionen Yen (108.500 Euro) für den 200-Kilogramm-Fisch. Er war damit mehr als dreimal so teuer wie das 180-Kilo-Exemplar im vergangenen Jahr, für das Kimura umgerechnet rund 31.000 Euro hingeblättert hatte. Im Jahr 2013 war der Restaurantbesitzer im Bieterwettkampf mit einem Restaurant in Hongkong bis auf umgerechnet 1,2 Millionen Euro für einen Fisch gegangen.

Kimura versucht jedes Jahr, den besten Roten Thun auf der Tsukiji-Auktion zu ersteigern. Das diesjährige Exemplar wurde vor der Küste der nordjapanischen Stadt Oma gefangen. Japaner essen den Fisch meist roh als Sushi oder Sashimi. Sie konsumieren drei Viertel des gesamten Fangs weltweit. Die Bestände des Roten Thuns - auch Nordatlantischer Thun oder Blauflossen-Thunfisch genannt - gelten im Pazifik als gefährdet.


Fischmarkt zeiht um

Die diesjährige Neujahrs-Versteigerung war die letzte in der 80-jährigen Tradition des Tokioter Fischmarktes Tsukiji, der auch bei Touristen beliebt ist. Er wird dieses Jahr an einen moderneren Standort in Toyosu im Süden der Hauptstadt verlegt. 

Die veraltete Infrastruktur wird in Toyosu durch einen neuen Fischmarkt ersetzt. Dafür wurde ein 40 Hektar großes, aufgeschüttetes Gelände in der Bucht von Tokio gewählt, das nur einen Steinwurf entfernt von der Austragungsstätte der Olympischen Spiele 2020 entfernt liegen wird. Das Areal musste jedoch zunächst mit riesigem Aufwand dekontaminiert werden, da der Boden mit krebserregendem Benzol und Zyanid verseucht war. Ein städtischer Gasproduzent hatte hier früher eine Fabrik betrieben. Viele der Fischhändler wären deshalb lieber in Tsukiji geblieben. 

ivi/AFP/DPA

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