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Stern Logo Vegan selbst versucht! - 60 Tage "Vegan for Youth"

Tag 19-20: "Mein Kopf produziert Drogen"

Neue Gerichte machen Derik glücklich. Warum? Das findet er in einem Videobeitrag heraus. Fest steht: Seit Derik sich vegan ernährt, fühlt er sich wie auf Drogen - das könnte ein Grund sein.

Von Derik Meinköhn

  Zwischenmahlzeit mit Kontrast: Amaranth mit Matcha-Joghurt und Himbeeren. Macht lange satt und ist unglaublich gesund.

Zwischenmahlzeit mit Kontrast: Amaranth mit Matcha-Joghurt und Himbeeren. Macht lange satt und ist unglaublich gesund.

Warum bin ich eigentlich so gut drauf? Die einfachste Antwort wäre: Weil es mir schmeckt und ich gerade sehr viele Vitamine zu mir nehme. Das wäre einfach, aber es ist viel komplizierter. Das habe ich gestern gelernt, als ich einen Beitrag bei TED gesehen habe, der erklärt, wie Essen das Gehirn beeinflusst.

Essen, vor allem, wenn es schmeckt, erhöht den Dopaminausschuss im Gehirn. Das ist sozusagen unsere körpereigene Wohlfühldroge: Wir fühlen uns so richtig gut, wenn die Dopaminkonzentration steigt. Aber der Körper hat einen Trick auf Lager: Je öfter wir das Gleiche essen, desto weniger erhöht sich der Dopaminspiegel. Das ist wichtig: Denn nur so nehmen wir ein breites Spektrum unterschiedlicher Nahrungsmittel zu uns und unser Körper kann sich sicher sein, dass er von allen Nährstoffen genug bekommt. Ich esse im Moment ständig etwas Neues. Zum Frühstück Quinoa und Amaranth, statt Kaffee Matcha und eine Menge frischer Früchte. Das heißt, es klingelt jedes Mal in meinem Belohnungszentrum und ich fühle mich richtig gut.

Der Teufel steckt im Zucker

Das einzige Lebensmittel, was man übrigens ständig zu sich nehmen kann, ohne dass sich der Dopaminspiegel abnutzt, ist Zucker. Zucker ist immer eine Belohnung. Und nun raten Sie, warum die Nahrungsmittelindustrie überall Zucker hineinmischt. Ganz einfach: Von Süßem können wir nie genug bekommen und wir wollen es immer wieder, wie eine Droge. Das ist eingebrannt in unserem Hirn. In "Vegan for Youth" wird Kristallzucker komplett weggelassen. Man soll seine Gerichte mit Reissirup oder Agavendicksaft süßen. Das ist natürlich auch Zucker. Aber: Das Zeug ist weniger süß und vielleicht weil es so teuer ist, nimmt man weniger davon. Jedenfalls trinke ich meinen Matcha inzwischen ohne Sirup, und ich finde einige von Attilas Rezepten einen Tick zu süß. Mein Belohnungssystem funktioniert trotzdem. Mir geht es gut. Mal sehen, ob das nach den restlichen 40 Tagen auch noch so ist.

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