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Saufen wie ein "Tatort"-Kommissar

Der Dortmunder "Tatort"-Kommissar Faber trinkt mit Kollegin Boenisch Dosenbier, sein Kollege Kossick genehmigt sich derweil Pils aus der Flasche. Wer mittrinken will: Die Etiketten gibt es im Internet.

Tatort und Bier

Die Dortmunder "Tatort"-Kommissare Peter Faber (Jörg Hartmann) und Martina Bönisch (Anna Schudt) genehmigen sich abends beim Imbiss eine Dose Berger Pils. 

Was die Verwendung von Markenprodukten angeht, stehen die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender unter besonderer Beobachtung. Weil der deutsche Rundfuntstaatsvertrag Schleichtwerbung strikt verbietet, müssen die Charaktere in Filmen und Serien oft recht abenteuerliche Verrenkungen unternehmen, um dem Verdacht zu entgehen. Als Suchmaschine verwenden sie "Findhund", um Google keine Plattform zu geben. Anstatt bei Facebook treffen sie ihre Freunde online bei "Spacehorst" oder lokalen Plattformen wie "stutt.net". Diese Beispiele zeigen: Die Sender unternehmen einigen Aufwand, wenn es darum geht, Schleichwerbung zu umgehen.

Wie man mit dem Problem kreativ umgeht, zeigt der WDR mit der Reihe "Dittsche - Das wirklich wahre Leben". In den 30-minütigen Folgen kippt sich der berühmte Frittenbuden-Philosoph Dittsche Woche für Woche drei Flaschen Bier hinter die Binde. In der ersten Staffel bekam er tatsächlich existierende Biermarken serviert, doch nach vier Staffeln musste er auf fiktive Biere umswitschen. Das Produktionsteam machte sich die Mühe, und designte eigens zu diesem Zweck Etiketten. Zunächst trank der von Olli Dittrich gespielte Schnacker Bier der Marke Dittschberger Pilsener, seit 2010 wird in Ingos Grill Burdinski Bräu ausgeschenkt - zu Ehren des verstorbenen Autors Dietmar Burdinski. Auf dem Etikett steht, was dieses Bier auszeichnet: "Das perlt".

Das Bier im "Tatort"

Beim "Tatort", dem Flaggschiff der deutschen TV-Unterhaltung, gibt man sich offenbar nicht so viel Mühe mit Details. Im aktuellen Fall des Dortmunder Teams gibt es mehrere Szenen, in denen die Ermittler Bier trinken. Logisch, schließlich ist man in der einstigen Bier-Hauptstadt Deutschlands. Da stehen die Kommissare Peter Faber (Jörg Hartmann) und seine Kollegin Martina Bönisch (Anna Schudt) abends beim Imbiss und genehmigen sich eine Dose Berger Pils. Etwas gehobener trinkt dagegen Kollege Kossick (Stefan Konarske), der sich immerhin ein Flaschenbier gönnt, und zwar von der Marke Hense Pils.

Diese Pilsener wurden jedoch nicht selbst entworfen, die Produktionsfirma hat sie von der Stange gekauft. Für den Preis von 4 Euro lassen sich Berger-Pils-Etiketten im Grafikwerk Webshop käuflich erwerben, einen Online-Versand, bei dem man grafische Requisiten aller Art bekommen kann und der über einen eigenen Bereich mit Bier-Etiketten verfügt. Die Etiketten fürs Hense Pils stammen ebenfalls aus einem Online-Shop, der Versand Cinefake bietet Etiketten zum Preis von 7,14 Euro an. Vieltrinker sind hier im Vorteil: Wer gleich fünf Aufdrucke abnimmt, zahlt nur 5,95 Euro. Ab 20 Stück sinkt der Preis sogar auf 3,57 Euro pro Etikett. Damit bewegt man sich schon in preislichen Regionen eines guten Craft Beers. Das sollte einem ein schicker Aufdruck schon wert sein. Immerhin: Die beiden Biersorten erinnern entfernt an traditionelle Dortmunder Biersorten: die Billigplörre Hansa Pils und das Bergmann Pils.

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