Der Wein aus der Hauptstadt

12. Oktober 2012, 10:46 Uhr

200 Flaschen pro Jahr sind das Maximum: Wein aus Berlin-Kreuzberg ist ziemlich rar. Trotz seiner ungewöhnlichen Lage wird 2012 ein guter Jahrgang. Nur kaufen kann man die Flaschen am Ende nicht.

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Es wird sicher ein seltener Tropfen. Die Trauben, die hier gelesen werden, wachsen nämlich in einem der kleinsten Anbaugebiete Deutschlands. mehr...

Der Hauptstadt-Wein aus Berlin-Kreuzberg reicht nur für rund 200 Flaschen pro Jahr. 2012 wird offenbar ein guter Jahrgang. O-Ton Daniel Mayer, Hauptstadtwinzer: „Die Trauben sehen toll aus, sind weitestgehend gesund. Insbesondere der Rotwein war letztes Jahr schwierig, dieses Jahr ist fast alles gesund. Die Mostgewichte sind deutlich höher, das heißt wir kriegen höheren Alkohol und auch einen intensiveren Geschmack. Ich bin begeistert von dem Jahrgang und jetzt schauen wir mal, was in die Flasche kommt.“ Finanziert wird der Kreuzberger Weinberg von der Bezirksverwaltung. Die Weinstöcke stammen ursprünglich aus Wiesebaden, sind ein Geschenk der hessischen Partnerstadt an Berlin. Seit 1968 wächst der Wein jetzt schon hier. Dabei ist die Großstadt kein ideales Weinanbaugebiet. O-Ton Daniel Mayer, Hauptstadtwinzer: „Es gibt hier zum Beispiel ziemlich viele Wespen. In der Stadt sind halt mehr Wespen als auf dem Land, weil die hier keine Nester bauen können mitten im Weinberg. Das ist eigentlich mein größtes Problem. Und durch die Bebauung mit den Häusern geht nicht immer so der Wind, das heißt man hat etwas mehr Fäulnisprobleme als vielleicht im freien Feld.“ Zwischen 400 und 500 Kilogramm werden hier pro Jahr geerntet. Kaufen kann man den Wein aus Berlin aber nicht, die Flaschen werden vom Bezirk zu besonderen Anlässen verschenkt. Schließen