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Gunther von Hagens möchte als konservierte Leiche ausgestellt werden

Am Donnerstag eröffnet in Heidelberg die berühmten "Körperwelten"-Ausstellungen. Gründer und Mediziner Gunther von Hagens gab nun bekannt, dass er nach seinem Tod selbst Teil der Ausstellung werden will - als skurriles Exponat.

"Körperwelten"-Gründer Gunther von Hagen

An der Heidelberger Uni entwickelte Gunther von Hagen das Verfahren der Plastination. Dabei werden Leichen konserviert und präpariert. Die Körperwelten-Ausstellung wird teilweise stark kritisiert.

Am Donnerstag eröffnet mal wieder ein "Körperwelten"-Museum in Heidelberg. Die Ausstellung beschäftigt sich mit den medizinischen Aspekten des Todes. Von Hagens patentierte ein Verfahren, indem die Zellflüssigkeit der Toten durch Kunststoffe ersetzt wird. Die Leichen werden anschließend plastiziert und künstlerisch in verschiedensten Situationen in Szene gesetzt. Mit fast 20 Ganzkörperleichen und mehr als 100 Einzelteilen wie Organe wirbt die Ausstellung in diesem Jahr. Die Schau ist seit der Premiere 1995 heftig umstritten, Gegner sehen in den Darstellungen einen Verstoß gegen die Menschenwürde. Heimat des rund 1000 Quadratmeter großen Museums ist das Alte Hallenbad, eine private Immobilie. Die Stadtverwaltung teilte mit, sie sei grundsätzlich offen für die Schau.

Von Hagens will selber zum Körperwelten-Exponat werden

Plastinator und Mediziner Gunther von Hagens hat genaue Vorstellungen, wie er nach seinem Tod selbst als gehäutete Leiche in seiner umstrittenen "Körperwelten"-Schau steht. "Ich möchte mich in Begrüßungspose mit ausgestreckter rechter Hand als Ganzkörperplastinat am Eingang der Ausstellung befinden", sagte von Hagens in Heidelberg. Der Begleittext solle lauten: "Ich war, was du bist: lebendig. Du wirst sein, was ich bin: tot. Du kannst sein, was ich bin: ein Plastinat."

fk/DPA

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