Erste Hilfe für Kinder

Kinder spielen und toben, haben Spaß. In ihrem Übermut können sie sich dabei aber verletzen. Wenn Eltern wissen, wie sie wann reagieren müssen, gehen die meisten Unfälle glimpflich aus.

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Asthma- und Pseudokrupp-Anfall

Asthma ist eine Entzündung der Atemwege. Etwa 10 bis 15 Prozent aller Kinder in Deutschland haben diese Krankheit. Bestimmte Reize führen dazu, dass sich ihre Bronchien verkrampfen: Sie bekommen einen Asthmaanfall. Die Kinder können dann die eingeatmete Luft nur schwer wieder ausatmen. Das hören Sie an dem typischen pfeifenden Geräusch.

Maßnahmen bei einem Asthmaanfall:

  • Geben Sie ihm das vom Arzt verschriebene Asthmaspray für den Notfall.
  • Setzen Sie es in den Kutschersitz: breitbeinig hinsetzen, die Ellenbogen oder Unterarme auf die Oberschenkel gestützt - so beugt sich der Körper automatisch leicht nach vorne. Diese Haltung erleichtert das Atmen.
  • Ebenso gut hilft die Torwarthaltung: breitbeinig hinstellen, Hände auf die Oberschenkel gestützt.
  • Zeigen Sie dem Kind die sogenannte Lippenbremse: Lippen beim Ausatmen so eng beieinander halten, dass nur ein kleiner Mundschlitz offenbleibt - das erleichtert das Ausatmen.
  • Rufen Sie den Notarzt unter der Nummer 112, falls es dem Kind nach einigen Minuten nicht besser geht.

Pseudokrupp: Frische Luft hilft

Das Geräusch aus dem Kinderzimmer hört sich schrecklich an - wie ein Bellen. Pseudokruppanfälle haben Kinder in der Regel nachts und vor allem in der kalten Jahreszeit, wenn Husten- und Schnupfenviren grassieren. Betroffen sind Kinder im Alter von sechs Monaten bis acht Jahren. Der Husten wirkt besonders beim ersten Anfall bedrohlich, ist aber harmlos. Pseudokrupp ist eine Entzündung der Schleimhaut im Bereich des Kehlkopfes, die meist Viren, seltener Bakterien verursachen. Dabei schwillt die Schleimhaut des Kehlkopfes und der Stimmbänder an, sodass die typische Atemnot entsteht.

Maßnahmen bei einem Pseudokruppanfall:

  • Beruhigen Sie das Kind und lenken Sie es ab, etwa, indem Sie es auf den Arm nehmen.
  • Wickeln Sie das Kind in eine Decke ein und gehen Sie ans offene Fenster oder auf den Balkon, damit es kühle Luft einatmet. Sie können auch den Gefrierschrank öffnen und das Kind den weißen, kühlen Nebel einatmen lassen.
  • Rufen Sie den Notarzt unter der Nummer 112, wenn Ihnen der Anfall bedrohlich erscheint.
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