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Ab wann zählt Fremdgehen? Frauen und Männer haben ziemlich unterschiedliche Auffassungen

Aus einer groß angelegten Sex-Umfrage aus Großbritannien geht hervor, wie unterschiedlich die Auffassung zum Thema Fremdgehen ist. Männer und Frauen sind sich in diesem Punkt keineswegs einig.

Für die meisten Menschen gehört Sex zu einer glücklichen Beziehung dazu. Studien zeigen zudem, dass Sex sich positiv auf unsere Gesundheit auswirken kann. In einer groß angelegten Umfrage aus Großbritannien sind Wissenschaftler der Frage nachgegangen, wie befriedigend das Sex-Leben der Probanden ist und welchen Eindruck sie von ihren sexuellen Beziehungen haben. Über 5000 Leute wurden dazu von der britischen Wohltätigkeitsorganisation "Relate" befragt.

Ein wichtiger Aspekt in der Umfrage war das Thema Fremdgehen. Wie häufig wurden die Probanden bereits betrogen? Was bedeutet Fremdgehen eigentlich für jeden Einzelnen? Im Laufe der Studie hat sich herausgestellt, dass und Frauen ganz unterschiedliche Auffassungen davon haben, ab wann man von einem Betrug oder Vertrauensbruch sprechen kann. Für die meisten zählt Sex und leidenschaftliches Küssen mit anderen bereits zum Fremdgehen. Für Ein Fünftel der Frauen ist außerdem das Gucken von Pornos ein Vertrauensbruch dazu, nur ein Zehntel der Männer denkt so. Laut Sex-Report ist diese Auffassung ein wachsendes Problem: "Pornografie und die Auswirkungen auf die Beziehung werden in der Beratungsstelle als zunehmend häufiges Problem gesehen", heißt es im Report.

Neun von zehn Frauen empfinden es zudem als Betrug, wenn der Partner sexuelle Nachrichten, Anrufe oder Emails mit anderen austauscht. Acht von zehn Männern denken aber dasselbe.

Laut der Umfrage ist Treue in einer Beziehung den Probanden am wichtigsten. Ein Drittel aller Teilnehmer sagte, dass eine ihre Beziehung nicht überleben würde. Insgesamt wurden bereits ein Drittel der Probanden betrogen.

So zufrieden sind Männer und Frauen mit ihrem Sexleben

Eine weitere Erkenntnis aus der Umfrage: Männer sind zufriedener mit ihrem Sexleben als Frauen (27 Prozent im Vergleich zu 18 Prozent). Dafür sprechen Frauen aber offener über sexuelle Probleme als Männer. Für die meisten der Probanden ist Sex sehr wichtig in einer Beziehung. Das Sexleben stehe aber unter erheblichen Druck: Sorgen, Stress und Geldprobleme mindern die Libido. Das trifft vor allem auf junge Eltern und Menschen mit körperlichen und gesundheitlichen Einschränkungen zu.


dsw

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