Dem Allergieauslöser auf der Spur

Die Haut ist ein wichtiges Diagnosewerkzeug für den Allergologen. Mit Hilfe verschiedener Tests konfrontiert er sie mit möglichen Auslösern und bekommt so Hinweise auf die krank machende Substanz.

0 Bewertungen
Hauttest, Hauttests, Dermographismustest, Dermographismus-Test, Pricktest, Prick-Test, Intrakutantest, Intrakutan-Test, Scratchtest, Scratch-Test, Reibetest, Reibe-Test, Epikutantest, Epikutan-Test, Patchtest, Patch-Test, Atopie-Patch-Test, Photo-Patch-Test, Diagnose, Allergie

Beim Pricktest sticht der Arzt die Allergenen oberflächlich in die Haut des Unterarms©

Manch eine Allergie löst direkt Beschwerden auf der Haut aus, zum Beispiel bei einem Kontaktekzem. Sie juckt dann, rötet oder entzündet sich. Auf Allergene, die im Normalfall andere Beschwerden auslösen, etwa Blütenpollen oder Nahrungsmittel, kann sie aber auch reagieren, wenn sie direkt damit in Kontakt gebracht wird. Bei der ersten Suche nach dem krank machenden Allergen stehen dem Arzt einige verschiedene Hauttests zur Verfügung: Der Prick- und der Intrakutantest sind die häufigsten Verfahren, daneben gibt es noch den Dermographismus-, den Scratch- und Reibetest sowie den Epikutan- oder Patchtest.

Für alle gilt aber: Der Hauttest allein reicht meist nicht für eine eindeutige Diagnose. Erst zusammen mit der Krankengeschichte, mit weiteren Bluttests oder auch einem Provokationstest wird der Allergologe eine Ursache für Ihre Beschwerden finden können.

In einigen Fällen dürfen Hauttests gar nicht erst durchgeführt werden, etwa wenn der Patient zum Zeitpunkt des Tests akute allergische Symptome hat oder wenn die Haut entzündet ist. Gegen einen Test sprechen auch folgende Umstände:

  • Schwangerschaft
  • Eine Erkrankung der Haut
  • Krankheiten, die das allgemeine Befinden stark beeinträchtigen
  • Akute entzündliche Erkrankungen und Infekte
  • Impfungen
  • Bekannte schwere Reaktionen in der Vergangenheit auf ein Allergen, mit ausgeprägten Schwellungen, Atemnot oder Schock

In diesen Fällen sollte der Test nur in Ausnahmen erfolgen, etwa wenn es keine Alternative dazu gibt.

Der Dermographismustest

Übersetzt bedeutet der Begriff Dermographismus Hautschrift. Er bezeichnet ein Phänomen, das auf eine besonders empfindliche Haut oder eine bestimmte Form der Nesselsucht hinweist.

Am oberen Rücken oder am Unterarm streicht der Arzt unter festem Druck mit einem Holzspatel oder einem Stift über die Haut. Bei Patienten, die an einer Neurodermitis leiden, wird der Hautstreifen darunter weiß - und nicht rot wie bei Gesunden. Bei einer bestimmten Form der Nesselsucht rötet sich die Haut innerhalb weniger Minuten und bildet Quaddeln; die Stellen jucken und reichen über die Auslösefläche hinaus. Diese Reaktion hält zwischen 15 Minuten und drei Stunden an. Manchmal tritt der Effekt auch erst vier Stunden später auf.

Bei Verdacht auf diese Erkrankungen kann sich die Untersuchung lohnen:

Seite 1: Dem Allergieauslöser auf der Spur
Seite 2: Der Pricktest
Seite 3: Der Intrakutantest
Seite 4: Der Scratch- und Reibetest
Seite 5: Der Epikutan- oder Patchtest
Seite 6: Der Atopie-Patchtest
Seite 7: Der Photo-Patchtest
 
 
MEHR ZUM THEMA