Die unsichtbare Invasion der Krabbeltiere

Eigentlich sind Hausstaubmilben harmlos. Sie sind unsichtbar und beißen oder stechen auch nicht. Doch sie hinterlassen überall ihren Dreck - und der macht Allergikern schwer zu schaffen.

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Nicht zu sehen und doch sehr lästig: In einem Gramm Staub leben bis zu 10.000 Hausstaubmilben©

In ihrem nur wenige Monate dauernden Leben hinterlassen die Tiere das 200-fache ihres Gewichts an Kot - in Betten, Sofas, Sesseln, Teppichen und Vorhängen. Menschen ohne Allergie bemerken diese heimlichen Untermieter nicht. Doch wer allergisch auf Hausstaubmilben regiert, wird permanent an sie erinnert: Überall dort, wo es Staub gibt, fängt die Nase an zu laufen, jucken Augen, Nase und Ohren, entsteht Husten.

Hausstaubmilben halten sich vor allem dort auf, wo Menschen viel Zeit verbringen, denn sie ernähren sich von menschlichen Hautschuppen. Bis zu 10.000 Milben leben in einem einzigen Gramm Staub. Wenn die Heizperiode wieder beginnt, stirbt ein Großteil der Spinnentiere. Für Allergiker bricht dann eine besonders anstrengende Zeit an, da zusätzlich zum Kot auch die Allergene aus dem Körperinneren der Tiere freigesetzt werden.

Den Milben das Leben schwer machen

Die wirksamste Therapie für Allergiker ist es, den Milben ihr Biotop zu verleiden: mit Schonbezügen für Betten, mit Holzfußböden und häufigem Putzen. "Das sinnvolle Meiden von Staubfängern im Schlafzimmer ist häufig schon die halbe Therapie", sagt Karl-Christian Bergmann, Leiter der allergologisch-pneumologischen Ambulanz am Allergie-Centrum der Berliner Charité. Wenn das nicht genügt, kann die Medizin helfen. Vor allem die spezifische Immuntherapie lindert die Allergie gegen Hausstaubmilben bei vielen.

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Der stern-Experte
Prof. Dr. med. Torsten Zuberbier und sein Team von der Berliner Charité und der europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) stehen dem Ratgeber Allergie ehrenamtlich als Experten zur Seite.