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Entspannung hilft bei Allergie

Manche Allergiker berichten, dass sich ihre Symptome verschlimmern, wenn sie ängstlich oder angespannt sind. Techniken wie Autogenes Training und Meditation können helfen.

  Wenn Allergiker lernen, sich im Alltag gezielt zu entspannen, können sie ihre Symptome lindern

Wenn Allergiker lernen, sich im Alltag gezielt zu entspannen, können sie ihre Symptome lindern

Betroffene machen oft die Erfahrung, dass sich ihre Beschwerden verstärken, wenn sie beruflich unter Druck stehen oder private Probleme zu bewältigen haben. Die Psyche ist zwar nie Auslöser der Erkrankung, sagen Experten, kann die Symptome aber verstärken. Auch die Krankheit selbst kann belastend sein und etwa Ängste, Frust oder depressive Verstimmungen auslösen. Daher ist es für einzelne Betroffene durchaus ratsam, zusätzlich zur medizinischen Behandlung auch etwas für die Psyche zu tun und mehr Ruhe ins Leben zu bringen.

Möglich ist das mit gezielten Entspannungsübungen. Insbesondere Menschen mit Asthma oder Neurodermitis profitieren davon, und zwar Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Studien belegen die Wirksamkeit vor allem bei Asthma: Wer die Übungen konsequent beibehält, kann die Symptome besser kontrollieren, die Anzahl der Asthmaanfälle reduzieren und so insgesamt seine Lebensqualität verbessern. Entscheidend ist aber, die Übungen regelmäßig durchzuführen – erst nach einigen Wochen oder Monaten macht sich eine Verbesserung bemerkbar. Ideal sind Techniken wie Muskelentspannung nach Jacobson, autogenes Training oder Meditation, möglicherweise hilft auch Hypnose. All diese Techniken sollten Allergiker zunächst unter fachlicher Anleitung erlernen, so dass sie sie später alleine zuhause anwenden können.

Daneben bieten viele Krankenkassen spezielle Patientenschulungen an - auch für Eltern, deren Kind an Neurodermitis leidet. Neben einer Ernährungsberatung erlernen Erwachsene und Kinder geeignete Entspannungstechniken. Eine große Studie bewies eindeutig, dass sich der Gesundheitszustand von Neurodermitispatienten allein durch fundierte Schulungen deutlich verbessert. Ähnliches gilt für Asthmatiker.

Verborgene Konflikte lösen

Falls Entspannung allein nicht reicht, kann eine Psychotherapie helfen, verborgene emotionale oder soziale Konflikte, die allergische Beschwerden möglicherweise verstärken oder aufrechterhalten, aufzudecken und zu bearbeiten. Dass Psychotherapien bei allergischen Erkrankungen wirksam sind, lässt sich derzeit zwar nicht belegen, schreiben die Autoren des Weißbuches Allergie. Experten halten sie dennoch oft für sinnvoll. Sie gehen davon aus, dass eine Therapie in erster Linie bestimmte persönliche Faktoren und erst dann womöglich auch allergische Symptome verändert. In diesem Sinne haben Therapien aber ihre Berechtigung, weil sie sich positiv auf die Allergie auswirken können, insbesondere auf Asthma und Neurodermitis. Bei einer Umfrage einer Krankenkasse schätzten Neurodermitiker den Effekt einer Psychotherapie ähnlich positiv ein wie den einer Behandlung mit Kortison.

Bei einer Psychotherapie gibt es verschiedene Ansätze: verhaltenstherapeutische sowie tiefenpsychologische, beides als Einzel- oder Gruppen- beziehungsweise Familientherapie. Eventuell helfen auch Stressbewältigungsseminare - eine jahrelange Psychoanalyse ist bei allergischen Erkrankungen in der Regel nicht notwendig.

Yamina Merabet, Arnd Schweitzer

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