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Irgendwann ist das Blut zu süß. Das kann an den Genen liegen oder an den Hormonen. Am häufigsten ist es aber der ungesunde Lebensstil, der Menschen zuckerkrank macht.
Sie bringt Verdauungssäfte in den Darm und Hormone ins Blut: die Bauchspeicheldrüse. Ohne sie könnte der Darm kein Essen aufspalten, die Körperzellen müssten sterben. Geht in der Drüse etwas schief, entsteht Diabetes.
Menschen mit Diabetes Typ 1 brauchen jeden Tag Insulin. Denn ihre Bauchspeicheldrüse stellt das lebenswichtige Stoffwechselhormon nicht her. Dennoch können Zuckerkranke ein fast normales Leben führen.
Bislang ist Diabetes unheilbar. Bremer Wissenschaftlerinnen sind einer neuen Therapie nun ein Stück näher gekommen: Sie entdeckten einen Entzündungsstoff, der entscheidend dazu beiträgt, dass Menschen zuckerkrank werden.
Ohne Insulin müssten wir sterben. Denn das Hormon sorgt dafür, dass die Körperzellen mit Traubenzucker versorgt werden. Sie brauchen den Stoff dringend als Treibstoff.
Mögliche Perspektive für Diabetiker: sie könnten einmal von Insulinspritzen unabhängig sein. Forscher haben Leberzellen zu Insulinproduzenten zweckentfremdet.
In Deutschland gibt es Millionen von Diabetikern - und viele wissen gar nicht, dass sie krank sind. Denn zuviel Zucker im Blut tut nicht weh. Erst später bemerken sie die Katastrophe: Sie werden blind, ihre Wunden heilen nicht, die Nieren versagen.
Als Syndrom X bezeichnen Ärzte die Epidemie unserer Zeit - das metabolische Syndrom. Die wichtigsten Symptome: Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes und ein entgleister Fettstoffwechsel. Man nennt sie auch das "tödliche Quartett". Dabei sind Prävention und Behandlung einfach.
Die Zahl der Zuckerkranken wächst rasant, zunehmend sind auch Kinder und Jugendliche betroffen. Oft verschreiben Ärzte sehr schnell Insulin. Dabei könnten sich viele Patienten die Hormonspritzen ersparen - wenn sie ihre Lebensgewohnheiten ändern würden.
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