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17. November 2009, 15:11 Uhr

Mammografie lohnt sich erst ab 50

Die US- Behörde für Präventivmedizin bezweifelt, dass jährliche Mammografien bei Frauen unter 50 Jahren einen Nutzen mit sich bringen. Für ihre neue Empfehlung beruft sich die Behörde auf Daten von mehr als 600.000 Patientinnen.

Mammografie, Brustkrebs-Früherkennung, Brustkrebs

Bei der Mammografie wird die Brust per Röntgenstrahlung untersucht© Jan-Peter Kasper/DPA

Die Behörde für Präventivmedizin (USPSTF) erklärte in Washington, bis zum Alter von 50 Jahren solle jede Frau selbst darüber entscheiden, ob sie eine Krebsvorsorgeuntersuchung an ihrer Brust vornehmen lasse. Erst ab 50 Jahren sei eine Untersuchung alle zwei Jahre angezeigt.

Die neue Empfehlung beruht auf der Auswertung von Daten von mehr als 600.000 Patientinnen ab 40 Jahren im Zeitraum 2000 bis 2005. Sie ergab laut Angaben der USPSTF, dass die Vorzüge der Röntgenuntersuchungen nicht mit ausreichender Sicherheit die Nachteile überwiegen. Zum einen gebe es das Problem nicht wirklich erforderlicher chirurgischer Eingriffe. Zum anderen fielen bei manchen Frauen Krebserkrankungen trotz der Mammografie nicht auf. Bereits vor einem Monat hatte die Behörde darauf hingewiesen, dass bei einem Zehntel bis einem Fünftel der erkrankten Frauen Brustkrebs mit der Mammografie nicht entdeckt worden war.

Brustkrebs ist die zweithäufigste Todesursache von Frauen in den USA. Im vergangenen Jahr wurde bei 182.460 Frauen die Diagnose zu einer operativen Brustkrebserkrankung gestellt. Es gab mehr als 40.000 Todesfälle durch Brustkrebs. Das Risiko an Brustkrebs zu erkranken liegt bei Frauen über 40 Jahren in den USA bei 1 zu 69, bei Frauen über 50 Jahren steigt es auf 1 zu 38 und bei Frauen über 60 Jahren auf 1 zu 27.

AFP
 
 
KOMMENTARE (2 von 2)
 
Johann58 (19.11.2009, 18:08 Uhr)
@MonicaBing
was man sich dabei denkt? Geld sparen! ganz einfach und zwar genau wie in Deutschland auf Kosten der Patienten. Man versucht auf diesem Weg das defizitaere System profitabler zu gestalten. Ausserdem kann es sich auch um eine gezielte politische Aktion handeln.
MonicaBIng (19.11.2009, 02:17 Uhr)
Brustkrebs ab 50 ???
Ich sage es ja nur jetzt sehr ungern, und vielleicht hat mein Umfeld ja auch einfach nur Pech gehabt - aber.....ich bin 41, der Großteil meiner Freundinnen ist in jenem Alter, einige sogar noch jünger....
Ich habe zur Zeit 5 Frauen in meinem Freundeskreis allein, die entweder Brustkrebs haben oder in den letzten Jahren hatten - zu Beginn der Krankheit keine über 37.
Nicht eingerechnet sind die Frauen aus dem näheren Bekanntenkreis, meist ebenfalls zwischen 30 und 40.
Übrigens alles Frauen mit Kindern, alle haben gestillt (was ja angeblich auch zu einem Teil schützen soll).
Die Jüngste ist jetzt 38, hat 4 Kinder, und der Brustkrebs wurde erst nach mehrmaligen Beharren ihrerseits erkannt, denn - ihr jüngstes Kind war erst 5 Monate alt, und der Arzt vertrat die Meinung, die Verhärtung in der Brust sei nur ein Milchstau !
Man sollte bei der ganzen Geschichte nicht vergessen, dass Krebs sich im jüngeren Gewebe gerne etwas schneller "fortpflanzt" als im älteren.
Von daher ist es mir unverständlich, was man sich bei dieser Studie denkt !!!
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