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2. September 2008, 15:27 Uhr

Nachtarbeit im Bett

Geheimnis Schlaf

Ein Drittel unseres Lebens verschlafen wir einfach. Warum das so ist, wissen Forscher bis heute nicht. Sicher ist nur: Schlaf hält das Gedächtnis fit, repariert den Körper und erhält die Potenz. Der Schlummer macht uns glücklich, gesund und schlau.

Geheimnis Schlaf Nachtarbeit im Bett schlafen

Schlaf ist keine Zeitverschwendung - er ist lebensnotwendig© Colourbox

Mussten Sie schon einmal lange Zeit wach bleiben? Wahrscheinlich hatten sie nur noch einen Wunsch: schlafen. Ewig wach bleiben - das klappt einfach nicht. Denn Schlafenwollen ist ein Trieb, ähnlich wie Hunger oder Sex. Der einzige Unterschied: Der Drang zum Schlummer ist stärker als jeder andere Trieb. Ratten, die Forscher vom Schlafen abhielten, starben sogar nach einiger Zeit jämmerlich.

Schlaf ist deshalb keine Zeitverschwendung, sondern lebensnotwendig. Zu wenig Schlaf macht krank, dick und dumm - das ist wissenschaftlich belegt. Das gilt nicht nur für Menschen, sondern auch für Tiere - von der Fruchtfliege bis zum Elefanten. Doch warum Tier und Mensch schlummern müssen, wissen Forscher bis heute nicht genau. Derzeit diskutieren sie vier Erklärungen für das Geheimnis Schlaf. Es ist gut möglich, dass alle vier richtig sind und der Schlaf gleich mehrere Funktionen erfüllt:

  • Im Schlaf erholen sich Körper und Gehirn: Sie reparieren sich während dieser Zeit selbst.
  • Im Schlaf speichert das Gehirn, was es am Tag erlebt, gelernt und geübt hat. Daher formt sich das Hirn im Schlaf um oder es wachsen neue Nervenbindungen.
  • Schlaf stärkt das Immunsystem. Tagsüber sind die Abwehrkräfte im Dauereinsatz. Nachts bringt der Körper das Immunsystem wieder auf Touren.
  • Schlaf hält den Stoffwechsel im Takt. Bei zu wenig Schlaf gerät er durcheinander. Dann steigt das Risiko, übergewichtig zu werden oder an Diabetes zu erkranken.

Möglicherweise hat der Schlaf aber noch eine weitere Funktion. So vermutet der amerikanische Schlafforscher Jerome Siegel von der University of California in Los Angeles, dass der Schlaf Tiere wie Menschen daran hindere, zu gefährlichen Zeiten - nämlich nachts - unterwegs zu sein.


Eva-Maria Schnurr

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