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Unnötiger Unsinn

Spezielle Produkte für Diabetiker nützen niemandem, sagen Experten. Von Zuckerersatzstoffen raten sie gleich ganz ab: Manche produzieren nur Luft im Bauch, andere schaden sogar dem Fettstoffwechsel.

  Zuckerkranke dürfen naschen, auch normale Kekse

Zuckerkranke dürfen naschen, auch normale Kekse

Früher war Süßes für Zuckerkranke tabu. Stattdessen sollten sie, wenn überhaupt, spezielle Diätprodukte zu sich nehmen: zuckerfreie Kekse, Marmeladen und Säfte, Diabetikerschokolade oder -pralinen. Auch heute noch stehen diese teuren Artikel in den Regalen der Supermärkte, Drogerien, Reformhäuser und Apotheken.

Nach derzeitigem Stand der Wissenschaft sind diese Produkte für Menschen mit Diabetes nicht notwendig. Auch die Politik hat mittlerweile reagiert. Anfang September 2010 wurde mit der "Sechzehnten Verordnung zur Änderung der Diätverordnung" das Aus für die lukrativen Artikel auf den Weg gebracht. Allerdings gilt eine Übergangsfrist von zwei Jahren: Bis 2012 dürfen Unternehmen noch Diabetikerlebensmittel produzieren. Doch die Konserven, Marmeladen und Schokoladen müssen auch danach nicht endgültig aus dem Regal geräumt werden. Mit diesen speziellen Produkten hat es erst dann ein wirkliches Ende, wenn alles verkauft ist.

Gründe für das Aus gibt es viele. So haben Diabetikerprodukte gegenüber normalen Lebensmitteln keine Vorteile. Im Gegenteil, viele enthalten zu viel Fett und sind zudem meist mit Zuckeraustauschstoffen versetzt: mit Fruktose, Sorbit, Xylit, Mannit oder Isomalt. Diese Ersatzsubstanzen erhöhen zwar den Blutzuckerspiegel nicht, machen aber dennoch dick. Denn sie enthalten fast genauso viele Kalorien wie normaler Zucker. Einen Nutzen für die Gesundheit hat dieser Kunstzucker daher nicht.

Teuer und geschmacklich schlechter

Stattdessen schmecken Diabetikerprodukte weniger gut - und teuer sind sie außerdem. Das Bundesinstitut für Risikoforschung (BfR) empfiehlt mittlerweile, auf Empfehlungen wie "für Diabetiker geeignet" ganz zu verzichten. Solche Aussagen würden Zuckerkranke nur verleiten, zu viel von diesen Lebensmitteln zu sich zu nehmen.

Zudem kann der Darm Zuckeraustauschstoffe schlecht verdauen. Wer zu viel davon isst, den plagen danach womöglich Blähungen oder Durchfall. Hinzu kommt, dass einige der Stoffe nicht so gut süßen wie normaler Zucker. Sorbit zum Beispiel ist nur halb so süß. Das bedeutet: Je süßer der mit Sorbit versetzte Diabetikerpudding, desto mehr Kalorien enthält er im Vergleich zu normalem Pudding. Dem Körper tut man damit keinen Gefallen.

Süßstoff: vom schlechten Ruf befreit

Etwas anders sieht die Sache bei Süßstoffen aus. Das sind künstlich hergestellte Substanzen, die einen süßen Geschmack auf Ihre Zunge bringen, vom Körper aber nicht wie Zucker verstoffwechselt wird und daher kein zusätzliches Insulin erfordern. Süßstoff ist deshalb eine Alternative für Menschen mit Diabetes. Es enthält keine Kalorien und erhöht den Blutzucker nicht. Im Gebrauch sind verschiedene Substanzen, zum Beispiel Saccharin, Cyclamat, Aspartam oder Acesulfam. Schon eine kleine Menge davon genügt, um Zitronensaft zu süßen. Angeboten werden sie flüssig oder als Minipillen.

Eine Zeit lang standen Cyclamat und Aspartam im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein. Umstritten sind diese Stoffe auch immer noch. Einige wissenschaftliche Studien belegen aber, dass sie weder Krebs erregen oder Karies begünstigen noch den Heißhunger auf Süßes steigern.

Trotzdem sollten Sie Süßstoff nicht in großen Mengen verzehren. Denn der Körper nimmt ihn nicht als Zucker wahr. Süßstoff hilft daher auch nicht bei Unterzuckerung. Sobald Sie merken, dass Sie unterzuckern, sollten Sie schnell eine Limo oder Cola mit echtem Zucker trinken, keine Light-Getränke.

Kirsten Milhahn

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