Im Westen nichts Neues

Noch immer sind unterschiedliche Maßeinheiten für den Blutzuckerwert im Umlauf. In Europa und im Osten Deutschlands wird in Millimol gemessen, nur im Westen arbeiten Ärzte mit Milligramm.

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Wieviel Zucker ist im Blut? Der Wert lässt sich in Millimol pro Liter oder in Milligramm pro Deziliter messen©

Wenn ein Diabetesarzt in Hamburg sagt, der Blutzuckerwert solle nicht über 110 liegen, ist westdeutschen Zuckerkranken alles klar. Ostdeutsche oder britische Menschen mit Diabetes hingegen werden bei einer solchen Aussage stutzen: So hohe Werte kennen sie gar nicht. Sächsische Diabetologen oder französische Fachärzte würden als Grenze immer den Wert 6,1 nennen. Beide Grenzwerte gelten übrigens nur, wenn Sie vor dem Essen messen und sich Blut aus der Fingerspitze holen.

Der Grund für die unterschiedlichen Angaben: Nur in Westdeutschland hält sich hartnäckig die alte Einheit Milligramm Zucker pro Deziliter Blut. International üblich ist jedoch mittlerweile das Maß Millimol pro Liter. Die Werte lassen sich entsprechend umrechnen - oder Sie schauen in der entsprechenden Tabelle nach.

Neue Einheit: Millimol pro Liter (millimol/l)Alte Einheit: Milligramm pro Deziliter (mg/dl oder mg %)
2,036
2,240
3,054
3,360
4,072
4,480
5,090
5,6100
6,0108
6,7120
7,0126
7,8140
9,0162
10,0180
11,1200
13,0234
15,0270
16,7300

Wer selbst umrechnen möchte, hält sich an folgende Formel:

  • Milligramm pro Deziliter x 0,0555 = Millimol pro Liter
  • Millimol pro Liter x 18,02 = Milligramm pro Deziliter

Blutzuckermessgeräte arbeiten nur mit einer der beiden Maßeinheiten. In diesem Fall sollten Sie wissen, mit welchem Maß Sie es zu tun haben. Fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Arzt.

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