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Ecstasy ist gesundheitsschädlich

Der hoch dosierte und anhaltende Konsum der Droge Ecstasy kann schwere Gesundheitsschäden hervorrufen. Eine neue Studie belegte vor allem Beeinträchtigungen des Gedächtnisses, Depressionen und Abhängigkeit.

Nach einer in der Fachzeitschrift "Addiction" veröffentlichten Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) führt die Droge Ecstasy bei vielen Konsumenten zu Gedächtnisstörungen.

Nach Angaben des UKE untersuchten die Forscher vier Gruppen mit jeweils 30 Probanden: Aktuelle und ehemalige Ecstasy-Konsumenten, die hohe Dosen langanhaltend zu sich genommen haben. Zu den weiteren Gruppen zählten Mischkonsumenten, die verschiedene Substanzen, jedoch nicht Ecstasy einnehmen, sowie drogenabstinente Kontrollpersonen.

Das Ergebnis: Fast die Hälfte der aktuellen und mehr als die Hälfte der ehemaligen Ecstasy-Konsumenten erfüllten die Voraussetzungen für eine durch Drogen hervorgerufene so genannte kognitive Störung. Bei den Mischkonsumenten waren dies 17 Prozent.

Depressive Störungen wurden bei 24 Prozent der ehemaligen und bei 20 Prozent der aktuellen Ecstasy-Konsumenten nachgewiesen - bei Mischkonsumenten waren es null Prozent. Angststörungen wiesen 14 Prozent der ehemaligen, 17 Prozent der aktuellen Ecstasy- und 3 Prozent der Mischkonsumenten auf.

Außerdem wurde bei 73 Prozent der Ecstasy-Konsumenten eine schwere Abhängigkeit von der Droge klinisch festgestellt. Das zeigte sich beispielsweise daran, dass die Kontrollfähigkeit gegenüber Beginn, Beendigung und Menge des Konsums vermindert ist, zunehmend höhere Dosen erforderlich sind und andere Interessen oder Verpflichtungen fortschreitend vernachlässigt werden.

DDP

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