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Liberia ist Ebola-frei

Vor sieben Wochen ist zuletzt ein Patient in Liberia an Ebola verstorben. Neue Krankheitsfälle gibt es nicht. Das westafrikanische Land wurde jetzt von der WHO für Ebola-frei erklärt.

An einer Wand im liberianischen Monrovia sind Symptome für Ebola aufgemalt

An einer Wand im liberianischen Monrovia sind Symptome für Ebola aufgemalt

Eineinhalb Jahre nach Ausbruch der Ebola-Epidemie in Westafrika hat Liberia den Kampf gegen die Seuche offenbar gewonnen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Liberia am Samstag für Ebola-frei erklärt. Seit 42 Tagen, also der doppelten maximalen Inkubationszeit, sei in dem westafrikanischen Staat keine Neuinfektion erfasst worden. Das letzte Opfer war vor sieben Wochen gestorben.

Liberia ist das erste der drei besonders betroffenen Länder, das diesen Erfolg feiert. In Sierra Leone und in Guinea waren zuletzt noch insgesamt 18 Neu-Infektionen in einer Woche gezählt worden. Das war laut WHO die geringste Zahl an neuen Fällen in diesem Jahr. Seit Dezember 2013 waren mehr als 26.000 Menschen an Ebola erkrankt. Rund 11.000 von ihnen starben. Unter ihnen waren auch 500 Gesundheitshelfer. Die Dunkelziffer bei den Todesfällen dürfte wesentlich höher liegen.

Aufmerksamkeit darf nicht nachlassen

Nach Ansicht der WHO sind weiterhin große Anstrengungen nötig, um das Virus im Zaum zu halten. Die Aufmerksamkeit gegenüber dem Virus dürfe nicht nachlassen.

Liberia hatte unter den Ländern Westafrikas die höchste Zahl an Toten zu beklagen (4700). Hier wurde der Höhepunkt der Epidemie zwischen August und Oktober 2014 verzeichnet. Damals kamen wöchentlich Hunderte neue Fälle hinzu.

Im Laufe der Epidemie waren auch in Nigeria, Mali und Senegal Menschen erkrankt. Außerdem hatten sich Krankenschwestern und Ärzte aus Spanien, Großbritannien und den USA bei ihrem Einsatz angesteckt.

kgi/DPA/Reuters/DPA/Reuters

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