Startseite

Belgier nicht an Vogelgrippe erkrankt

Entwarnung in Brüssel: Ein mit Verdacht auf Vogelgrippe in einem Brüsseler Krankenhaus aufgenommener Türkei-Reisender leidet nach ersten Testergebnissen nicht an der Krankheit.

Dies erklärte Gesundheitsminister Rudy Demotte am Samstag. Demotte äußerte sich in einer Pressekonferenz in Brüssel.

Der Verdacht war aufgekommen, weil der Mann aus Brüssel sich in einem Gebiet aufgehalten habe, wo das für den Menschen gefährliche H5N1-Virus nachgewiesen worden sei. Am Freitag habe er über Grippesymptome wie Fieber geklagt.

Grenz-Kontrollen nochmal verstärkt

Die Staaten der Europäischen Union haben in den vergangenen Wochen ihre Kontrollen an den Grenzen und bei Reisebussen verstärkt, um die Einfuhr von Geflügel oder anderen mit dem Virus möglicherweise infizierten Dingen zu verhindern.

Am Frankfurter Flughafen hieß es am Samstagmittag zu dem Verdacht in Belgien: "Wir wissen derzeit nicht, ob wir wegen des Verdachtfalls in Belgien weitere Maßnahmen ergreifen müssen." Nach Auskunft eines Sprechers der Flughafenbetreibergesellschaft Fraport entscheidet das Gesundheitsamt der Stadt darüber, welche Kontrollen wegen der Vogelgrippe erforderlich sind.

Weltweit bereits 80 Menschen durch Virus getötet

Die von dem Erreger H5N1 hervorgerufene Vogelgrippe ist eine Tierseuche, die bisher nicht in einer Infektionskette von Mensch zu Mensch übertragen wird. In der Türkei war die Seuche im Dezember ausgebrochen. Weltweit starben an dem Virus bisher rund 80 Menschen. Schwerpunkt der Seuche ist Asien.

In der zentraltürkischen Stadt Sivas ist am Samstag eine positiv auf Vogelgrippe getestete Frau nach ärztlicher Behandlung aus dem Krankenhaus entlassen worden. Die Frau sei auf den für den Menschen gefährlichen Virus H5N1 behandelt worden, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Sie sei in der Türkei die vierte mit dem Virus infizierte Person, die nach erfolgreicher medizinischer Betreuung wieder entlassen werden konnte. Drei Kinder waren gestorben. Elf andere Menschen würden noch in Krankenhäusern behandelt. Keiner von ihnen befinde sich in Lebensgefahr, hieß es.

Unterdessen haben Mitarbeiter des türkischen Landwirtschaftsministeriums weiteres Geflügel in Provinzen gekeult, in denen die Vogelgrippe bestätigt worden war. Nach Angaben von Landwirtschaftminister Recep Akdag sind in den vergangenen zwei Wochen mehr als 450 000 Tiere getötet worden. In einer Krisensitzung der türkischen Regierung mit Vertretern der Geflügelindustrie wurde über einen finanziellen Ausgleich der Geflügelzüchter beraten.

DPA/AP/AP/DPA
täglich & kostenlos
Täglich & kostenlos

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Partner-Tools