Welcher Toast am besten schmeckt

26. Juli 2012, 10:21 Uhr

Stiftung Warentest hat Toastbrot untersucht. Die Ergebnisse dürften Toastliebhaber freuen: Zwei Drittel aller Produkte schnitt "gut" ab. Und Qualität muss nicht teuer sein.

Nach dem Mischbrot findet sich Toastbrot am häufigsten in den Brotkörben der Deutschen. Ob Butter-, Vollkorn- oder Mehrkorntoast, ob zum Frühstück oder zum Abendessen: Die quadratischen Scheiben kommen nahezu auf jeden Tisch. Doch wie ist es eigentlich um die Qualität bestellt? Welcher ist der beste Toast im Land? Dieser Frage ging nun die Stiftung Warentest nach - und sie hat Deutschlands Supertoast gefunden.

Zum Contest traten an: elf Buttertoast, sechs Mehrkorntoast, neun Vollkorntoast und zwei Toastbrötchen. Geprüft wurden nicht nur Aussehen, sondern auch Geruch, Geschmack und Mundgefühl. Zudem fahndeten die Prüfer nach Schadstoffen und Schimmelpilzen. Das Ergebnis dürfte Toastbrotliebhaber erfreuen: Alle 28 Produkte sind "gut" oder "befriedigend". Trotzdem lohnt ein genauer Blick, denn die Preisunterschiede können enorm sein.

So kostet der Testsieger beim Buttertoast, der Buttertoast von "Golden Toast" 1,29 Euro. Deutlich günstiger, aber fast genauso gut, ist der Goldähren Buttertoast von Aldi Nord. Er schlägt lediglich mit 0,49 Euro zu Buche. Auch bei Vollkorntoast liegt das Produkt von "Golden Toast" vorn. Dieser Toast ist in der Kategorie auch der einzige, der am Ende des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) noch alle Ansprüche der Tester an die sensorische Qualität erfüllte. Die restlichen Produkte rochen nicht mehr ganz frisch oder leicht alt, bemängelt Warentest. Die meisten Ballaststoffe in dieser Gruppe enthielt das Biodinkelvollkorntoastbrot von Herzberger.

Biotoast unter den Testverlierern

Beim Buttertoast zählte sogar ein Bioprodukt zu den beiden Testverlierern. Der Weizen Buttertoast von "Das Backhaus" (Bioland) erhielt lediglich ein "Befriedigend". Unter anderem bemängelten die Tester, dass es nach Graubrot riecht und schmeckt. Auch der Buttertoast von Mühlengold (Aldi Süd) kam über die Note 3,5 nicht hinaus. Schuld daran sind unter anderem die ungleichmäßige Krume, deutliche Schlieren und der Geschmack nach Butterschmalz.

Bei der mikrobiologischen Qualität hatten die Tester wenig zu beanstanden. Nur in wenigen Toasts fanden sie sehr geringe Mengen Schimmelpilze am Ende des MHD. Bei den meisten Packungen gab es nichts zu bemängeln. Auch Schadstoffe seien kein Problem gewesen, schreibt Warentest. Abzüge gab es allerdings, wenn der Toast keine gleichmäßigen Poren hatte und von der Konsistenz her zu fest war. Fremdnoten im Geschmack, trockene, bröselige und fade Produkte wurden ebenfalls beanstandet.

Viele Produkte werben damit, dass Konservierungsstoffe nicht zum Einsatz kommen. Tatsächlich fanden die Prüfer im Labor auch keine. Damit sich Toast lange hält, empfehlen sie, die Scheiben einzufrieren und bei Bedarf einzeln zu entnehmen. Verbrennt der Toast mal im Toaster, sollten die Scheiben in den Müll wandern. Die schwarzen Stellen abzukratzen, sei nicht ratsam.

Was die Kalorien angeht, unterscheiden sich die Toastvarianten kaum, schreibt Warentest. Am meisten Ballaststoffe liefert Vollkorntoast. Und wer hätte das gedacht: Buttertoast enthält weniger Fett als Mehrkorntoast und Toast mit Saaten.

Die ausführlichen Ergebnisse zum Test finden Sie auf www.test.de und in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "test".

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Die stern-Expertin
Professorin Ursel Wahrburg steht dem Ratgeber Ernährung als Expertin zur Seite. Sie lehrt und forscht an der Fachhochschule Münster.