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Frühstücksflocken für Kinder sind Zuckerbomben

Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat Frühstücksflocken für Kinder mit denen für Erwachsene verglichen. Statt gesund sind die Müslis für die Jüngsten vor allem eines: teuer und überzuckert.

Von Lea Wolz

Cerealien - das klingt wertvoll und gesund. Bei vielen Familien kommt daher ein Frühstücksmüsli auf den Tisch. Wie gut, dass die Hersteller da sogar extra Produkte für Kinder im Angebot haben, oder? Mitnichten, kritisiert die Verbraucherorganisation Foodwatch. Denn hinter den als gesund getarnten Produkten verstecken sich häufig Zuckerbomben: Frühstücksflocken, die speziell für Kinder vermarktet werden, enthalten im Mittel 50 Prozent mehr Zucker als Erwachsenenprodukte, so das Ergebnis eines Marktchecks von Foodwatch.

"Bei Kinderlebensmitteln geben sich Hersteller besonders verantwortungsbewusst", kritisiert Anne Markwardt, Lebensmittelexpertin bei der Verbraucherorganisation. Mit zugesetzten Vitaminen und dem Versprechen auf Vollkorngetreide werde Eltern vorgegaukelt, dass es sich bei den Kinderprodukten um ein ausgewogenes Frühstück handele.

"Das ist allerdings nicht der Fall, vielmehr kommt eine Süßigkeit auf den Tisch", so Markwardt. Eine Schale zuckriger Frühstücksflocken von Nestlé, Kellogg's, Aldi und Co. könne ein Drittel bis die Hälfte der Zuckermenge enthalten, die Kinder am Tag nicht überschreiten sollten. "Die Industrie geht verantwortungslos mit der Gesundheit der Kinder um", kritisiert die Verbraucherschützerin. "Mehr Zucker rein und auf die Packung bunte Comicfiguren und Gewinnspiele - so fixen die Hersteller schon kleine Kinder auf ihre Zuckerflocken an."

Früh auf Zucker programmiert

Tatsächlich wird der Geschmack vor allem in den ersten Lebensjahren geprägt. Wer als Kleinkind häufig überzuckerte Produkte isst, gewöhnt sich daran. Mit den bekannten Folgen: Fettleibigkeit ist weltweit zu einem der größten Gesundheitsprobleme geworden, warnte erst kürzlich eine Studie. Eine ausgewogene Ernährung hingegen kann Übergewicht, Diabetes und Bluthochdruck vorbeugen.

Für die Industrie sind die Müslis mit der billigen Zutat Zucker laut Foodwatch ein gutes Geschäft. "Mit süßen Produkten lassen sich die besten Profite erzielen", sagt Markwardt. "Die Gewinnmargen bei gesundem Obst und Gemüse sind deutlich kleiner."

Übersüßte Honigbienen

Foodwatch hat für den Marktcheck 180 Frühstücksflocken unter die Lupe genommen. Verglichen wurden dabei die Produkte für Kinder und Erwachsene von sieben Anbietern. Produkte von konventionellen Herstellern wie Nestlé waren ebenso darunter wie Bio- und Discountermüslis. Das Ergebnis: Alle Firmen setzen den Kinderflocken deutlich mehr Zucker zu als den Erwachsenenprodukten.

Voll auf Zucker sind Kinder mit den Produkten von Aldi und Nestlé: Bei dem Discounter stecken im Mittel 35 Gramm Zucker pro hundert Gramm in den Kinderflocken, gegenüber 20 Gramm im Erwachsenensortiment. Bei Nestlé sind es im Mittel 32 Gramm Zucker pro hundert Gramm, gegenüber 17 Gramm bei den Erwachsenen. Spitzenreiter unter den einzelnen Produkten im Test waren die "Honey Bees" von Wurzener mit 48 Gramm Zucker pro hundert Gramm Flocken.

Das Unternehmen Wurzener war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Eine Nestlé-Sprecherin teilte auf Anfrage von stern.de mit: "Wir bieten ab 2013 alle Nestlé Cerealienprodukte für Kinder und Teenager mit reduziertem Zuckergehalt an." Der Zuckergehalt der Produkte liege dann zwischen 10 und 28 Prozent. "Eine Cerealien-Portion mit 30 Gramm der neuen Rezepturen enthält somit maximal 8,6 Gramm Zucker."

Wie Kuchen oder Torten

Für Foodwatch sind das unrealistische Portionsgrößen und Zahlenspielereien. 28 Prozent Zuckeranteil entspräche zudem immer noch dem Zuckergehalt vieler Kuchen und Torten, kritisiert die Verbraucherorganisation. Sie fordert eine gesetzliche Zuckergrenze. "Nur noch solche Frühstücksflocken, die maximal zehn Prozent Zucker enthalten, sollten an Kinder vermarktet werden dürfen", sagt Lebensmittelexpertin Markwardt. Selbstverpflichtungen der Industrie seien wenig geeignet, um dem Zuckerboom in Kinderlebensmitteln Einhalt zu gebieten, ist sie überzeugt. "Bis jetzt ist wenig bis gar nichts passiert."

Allen, die nicht auf das Müsli zum Frühstück verzichten wollen, rät die Foodwatch-Expertin dazu, auf Haferflocken zurückgreifen und diese mit frischem Obst oder Joghurt zu mischen. "So sollten Eltern versuchen, Kinder von den süßen Frühstücksflocken zu entwöhnen." Vor allem wünscht sie sich aber, dass Verbraucher sich direkt bei den Herstellern beschweren. Eine solche E-Mail-Protestaktion hat Foodwatch bereits auf der eigenen Internetseite gestartet: Unter www.foodwatch.de/aktion-nestle können Eltern ihre Kritik direkt an den Lebensmittelkonzern richten.

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