Die Wahrheit über Industrie-Essen

Kein Schnippeln, kein Kochen, kaum Abwasch und im Handumdrehen eine warme Mahlzeit - Fertigprodukte und Fertiggerichte sind äußerst praktisch. Aber sind sie auch gesund?

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Salatmischungen

Zwar herrscht in den Tüten mit den vorgeschnittenen Blättern eine spezielle Atmosphäre, die den Verderb etwas bremst, ganz verhindern kann sie ihn jedoch nicht. Je näher das Mindesthaltbarkeitsdatum rückt, desto mehr Keime entstehen.

Verbrauchen Sie den Salat bald nach dem Kauf und deutlich vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums. Und waschen Sie ihn vorher noch einmal kurz in viel kaltem Wasser, so werden Sie bis zu 90 Prozent der Keime los. Manchmal ist auf den Tüten auch das sogenannte Verbrauchsdatum angegeben, das, anders als das Mindesthaltbarkeitsdatum, den Zeitpunkt bezeichnet, nach dem das Produkt auf keinen Fall mehr gegessen werden sollte.

Tiefkühlfischgerichte

Schlemmerfilets und ähnliche Produkte sind prima für alle, die sich die Zubereitung von Fisch selbst nicht zutrauen. Allerdings enthalten die meisten Produkte Geschmacksverstärker. Achten Sie daher auf das Etikett. Der Fettgehalt sollte nicht über zehn Prozent liegen. Vor allem Filets mit Knusperauflage enthalten oft deutlich mehr.

Fischstäbchen

Der Fisch ist gut, doch die Panade saugt sich beim Braten mit Fett voll. Im Backofen werden Fischstäbchen ebenso knusprig - ganz ohne Fett. Achten Sie beim Einkauf darauf, dass der Fisch aus nachhaltig bewirtschafteten Beständen stammt. Das können Sie zum Beispiel an dem MSC-Siegel erkennen.

Aufbackbrötchen

Meist werden sie in Tüten verpackt, in denen eine besondere Schutzatmosphäre herrscht. So kommen sie ohne Konservierungsstoffe aus. Häufig sind die Brötchen sogar billiger als beim Bäcker, der ja leider inzwischen auch oft nur angelieferte Teiglinge fertig backt.

Gemüsekonserven

Auf dem Weg in die haltbare Konserve büßt Gemüse zwar an Biss und Geschmack ein. Was den Nährstoffverlust betrifft: Dank moderner Verfahren fällt der nicht mehr so hoch aus wie früher. Allerdings ist der Vitamin-C-Gehalt bei Dosenware deutlich geringer als bei Frischkost. Bei den meisten Produkten lohnt sich dennoch ein Griff zu TK-Ware, weil es dem Dosenobst und -gemüse sowohl optisch und geschmacklich als auch hinsichtlich der Nährstoffe überlegen ist - mit Ausnahme von Tomaten und Mais.

Kartoffelklöße

Kartoffelklöße aus der Packung sind praktisch, denn die Zubereitung frischer Klöße ist im Alltag meist zu aufwendig. Allerdings ist in den Fertigklößen von dem, was die Kartoffel so gesund macht, nur noch wenig übrig. Als fettarme Beilage zum Braten sind sie prima. Vergessen Sie aber nicht, reichlich Gemüse dazu zu essen.

Backmischungen

Wer ohne Küchenwaage und allzu viel Aufwand einen duftenden Kuchen aus dem Ofen ziehen will, ist mit den bequemen Mischungen gut beraten. Und solange man Eier, Milch und Butter dazugeben muss, sind auch nicht allzu viele künstliche Hilfsmittel im Spiel. Viele Sorten lassen sich ohne viel Mühe mit frischen oder tiefgekühlten Früchten zum Obstkuchen machen.

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