Amusement für die Seele

Schokolade, Chips, Bier: alles ungesund? Und wie ist es mit Wein? Was gesund ist, meinen viele Ärzte zu wissen. Doch Ernährungswissenschaftler haben einige Verbote inzwischen als unsinnig entlarvt.

Tee

Nur der schwarze und der grüne Tee sind Tees im engeren Sinne. Kräuter- oder Früchtetees sind Aufgüsse von Pflanzenblüten, sie gehören nicht zu den Genussmitteln. Schwarz- und Grüntee unterscheiden sich in Farbe, Geschmack und Inhaltsstoffen voneinander. Eines aber haben sie gemein: Sie sind gesund - sofern sie nicht mit Pestiziden belastet sind. Für den täglichen Flüssigkeitsbedarf stellt Tee daher eine gute Alternative zu Mineralwasser dar.

Tee regt an. Denn auch er enthält Koffein, allerdings höchstens halb so viel wie Kaffee. Der Koffeingehalt von Tee schwankt stark, je nach Sorte: Grüner Banchatee zum Beispiel ist koffeinarm, grüner Gunpowder dagegen koffeinreich.

Wenn der Tee nur zwei bis drei Minuten zieht, ist der Koffeineffekt größer als bei einer Ziehdauer von fünf Minuten und mehr. Denn nach etwa vier Minuten verbindet sich das Koffein mit den Gerbstoffen des Tees. Damit steht es dem Körper nicht mehr zur Verfügung. Dann wirkt der Tee beruhigend auf Magen und Darm.

Tee schützt möglicherweise vor Krebs

Je länger der Tee zieht, desto mehr Polyphenole werden aus den Blättern gelöst und gehen in den Tee über. Diese sekundären Pflanzenstoffe stehen im Ruf, das Herz-Kreislauf-System gesund zu erhalten und vor Krebs zu schützen. Außerdem sollen sie das Immunsystem stärken. Die Pflanzenstoffe sind im schwarzen und grünen Tee in vergleichbaren Mengen enthalten. Außerdem enthält Tee Fluor, den Kariesschutz für die Zähne, sowie Mineralstoffe wie etwa Mangan.

Grüntee enthält mehr Vitamine als Schwarztee, weil Grünteeblätter nicht fermentiert, also gerollt und oxidiert werden. Grüner Tee wirkt auch besser gegen die sogenannten freien Radikale, schädliche Stoffwechselprodukte des Körpers, die verdächtigt werden, Alterungsprozesse zu beschleunigen. Zudem soll grüner Tee auch Entzündungen der Nerven hemmen können.

Teeblätter sind den Pestiziden ungeschützt ausgesetzt - anders als die Kaffeebohne, die bis zur Ernte von Fruchtfleisch umgeben ist. Deshalb sind Tees häufiger mit Unkrautvernichtungsmitteln belastet. Bio-Tee enthält weniger oder gar keine Schadstoffe.

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