Die Wahrheit über Industrie-Essen

Kein Schnippeln, kein Kochen, kaum Abwasch und im Handumdrehen eine warme Mahlzeit - Fertigprodukte und Fertiggerichte sind äußerst praktisch. Aber sind sie auch gesund?

Nicht empfehlenswert

Gemüsestäbchen

Sind meist recht fett und trotz ihres Namens arm an Gemüse. Stattdessen bestehen sie überwiegend aus Kartoffelbrei.

Ungekühlte Komplettmahlzeiten

Um frische Zutaten ohne Kühlung lange haltbar zu machen, sind allerlei Zusatzstoffe nötig, und viele Nährstoffe bleiben auf der Strecke. Zudem sind die Gerichte auf einen standardisierten Geschmack getrimmt und enthalten meist zu viel Salz. Mit tiefgekühlten Gerichten treffen Sie die bessere Wahl.

Flüssig-Pfannkuchen aus der Flasche

Pfannkuchen aus der Shaker-Flasche machen - wie viele Fertigprodukte - vor allem eins: Müll. Denn von Zeitersparnis oder Vereinfachung kann hier keine Rede sein. Das Gute an Pfannkuchen ist ja schließlich, dass man die Zutaten fix in einer Schüssel mixt, ohne penibel abmessen zu müssen.

Sahne- und Crème-fraîche-Ersatz

Sie sind zwar weniger fetthaltig als die Originale, dafür enthalten sie aber gehärtete Fette, Stabilisatoren und Emulgatoren. So lange Sie echte Sahne nicht täglich und in rauen Mengen essen, können Sie sich getrost etwas davon gönnen. Fett lässt sich auch anders sparen, etwa indem Sie beim Kochen Sahne mit Milch strecken oder statt Crème fraîche saure Sahne oder Schmand verwenden.

Pflanzencreme mit Buttergeschmack

Manche Produkte enthalten zwar gute Pflanzenöle, für Konsistenz und Geschmack aber auch wieder viele Zusatzstoffe und künstliche Aromen. Mit einem guten Pflanzenöl, zum Beispiel von Olive, Raps oder Soja, sind Sie besser beraten und bekommen auch gleich noch ungesättigte Fettsäuren mitgeliefert. Für das Butteraroma reicht es, ganz am Schluss ein kleines Stück Butter über dem fertig gegarten Fleisch, Fisch oder Gemüse schmelzen zu lassen.

Instant-Nudelgerichte

Das frische Design täuscht: Hier ist gar nichts mehr frisch. Wenn Spinat bei der angeblichen "Spinatpasta" auf der Zutatenliste erst an 13. Stelle auftaucht, sollten Sie skeptisch werden. Frische Nudeln aus dem Kühlregal kommen meist ohne künstliche Hilfsstoffe aus. Wenn Sie noch einen kleinen Block Tiefkühlspinat zubereiten und in eine Fertigsauce geben, haben Sie mehr Vitamine auf dem Teller.

Instant-Suppen

Mit heißem Wasser aufgießen, umrühren, und schon ist die Suppe fertig - das funktioniert nur mit Wunderwaffen aus dem Arsenal der Industrie. Manche Hersteller werben auf der Verpackung mit "schonend getrocknetem Gemüse" für den angeblich "frischen Geschmack". Tatsächlich ist aber aus dem wenigen Gemüse, das diese Kunstprodukte noch enthalten, kein nennenswerter Geschmack herauszuholen. Diesen Job übernehmen auch hier wieder Geschmacksverstärker und künstliche Aromen. Die Süppchen enthalten weder Vitamine, noch machen sie satt. Sparen Sie sich den kleinen Hunger zwischendurch lieber für eine richtige Mahlzeit auf.

Tütensuppen

Dass etwa Brokkolisuppe nach Brokkoli schmeckt, liegt an raffiniert kombinierten Geschmacksverstärker, Aromen und weiteren Zusätzen, nicht am Brokkoli. Bei so viel Chemie muss das Ausgangsprodukt nicht von bester Qualität sein, zumal es ohnehin oft nur in Spuren enthalten ist. Oft sollen Vitaminzusätze den fehlenden Gesundheitswert ausgleichen. Doch was Gemüse so gesund macht, ist das Zusammenspiel zahlreicher Stoffe, die in isolierter Form nicht dieselbe Wirkung haben.

Salatdressing-Pulver

Milchzucker, Säureregulator, Aromen, Geschmacksverstärker - auch hier ersetzt Chemie den Geschmack frischer Zutaten. Wenn Sie sowieso das Pulver anrühren müssen - warum dann nicht gleich eine echte Vinaigrette machen?

Müsliriegel

Er kommt gesund daher, enthält aber reichlich Zucker oder Honig und Fett. Betrachten Sie daher Müsliriegel als das, was sie sind: eine Süßigkeit. Mit einem Apfel bekommen Sie mehr Vitamine und Ballaststoffe.

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