Gesund oder nur teuer?

Immer mehr Hersteller reichern Lebensmittel mit Zusätzen an, etwa mit Vitaminen oder Milchsäurebakterien. Solche Joghurts, Drinks oder Snacks sollen gesund sein. Stimmt das? Oder schaden sie sogar?

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Bakterien im Dessert: Ob probiotische Joghurts gesünder sind als normale, ist fraglich.©

Probiotischer Joghurt, Margarine mit gesunden Fettsäuren, Drinks mit zusätzlichen Mineralstoffen: Immer mehr Produkte dieser Art finden sich heute im Supermarkt. Die gängigsten Zusatzstoffe sind Milchsäurebakterien, pflanzliche Sterine, Omega-3-Fettsäuren und Folsäure. Solche Lebensmittel bezeichnen Fachleute als Functional Food, funktionelle Speisen, weil sie einen Zusatznutzen versprechen. Sie sollen gesund sein.

Dieses Versprechen sollten Verbraucher kritisch betrachten. Nur wenige Hersteller können den gesundheitlichen Mehrwert mit wissenschaftlichen Studien belegen. Fraglich ist zudem, ob überhaupt jemand diese zugesetzten Stoffe benötigt.

Funktionelle Nahrungsmittel, warnen Ernährungsberater, scheinen eher eine geschickte Werbestrategie zu sein, um die angereicherten Lebensmittel teurer verkaufen zu können. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) betont: Funktionelle Lebensmittel können Ernährungsfehler nicht ausgleichen. Sie sollten daher nur ergänzend zu einer abwechslungsreichen Ernährung mit regelmäßig Obst, Gemüse und Vollkorngetreideprodukten eingesetzt werden.

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