Die besten Ratschläge

Die lästigen Pfunde loszuwerden, ist nicht immer leicht. Erfolgreiches Abnehmen beginnt im Kopf. Diese Tipps helfen, wenn Sie dauerhaft Gewicht reduzieren wollen.

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Bewegung ist ein wichtiger Baustein bei der Brigitte-Diät©

Die Brigitte-Diät der gleichnamigen Frauenzeitschrift existiert schon seit den 60er-Jahren. Seitdem wurde das Konzept regelmäßig aktualisiert. Zuletzt hatte es 2012 größere Änderungen gegeben, die auch bei der Brigitte-Diät 2014 bestehen geblieben sind. Die drei Regeln des Konzeptes - die "Stundenformel", der "Fatburn-Kick" und die "Kalorienbremse" - bleiben bestehen. Neu hinzugekommen sind in diesem Jahr die sogenannten "Slow Carbs" - langsame Kohlenhydrate, die zu den Ballaststoffen zählen (siehe Feinheiten). Sie haben kaum oder keine Kalorien, sind von Natur aus fettarm, sättigen gut und verlangsamen die Verdauung, was vor Heißhunger bewahren und das Diabetes-Risiko senken soll.

Die Diät richtet sich an Erwachsene mit einem BMI über 25. Dabei ist sie keineswegs nur etwas für Frauen - auch Männer können nach diesem Konzept abnehmen.

Das Prinzip

Der Energiebedarf wird bei dieser Methode nicht individuell ermittelt. Unabhängig vom BMI enthält die tägliche Nahrungsaufnahme rund 1200 Kilokalorien und circa 40 Gramm Fett. Da Männer in der Regel einen höheren Energiebedarf als Frauen haben, dürfen sie 300 Kilokalorien pro Tag mehr zu sich nehmen.

Basis des Konzepts ist eine fettarme, ausgewogene Mischkost mit viel Obst und Gemüse sowie ausreichend Eiweiß in Form von Fleisch, Fisch, Milchprodukten und Hülsenfrüchten. Die empfohlene Menge an Kilokalorien pro Tag sollte möglichst auf drei, höchstens auf vier Mahlzeiten verteilt werden. Auch Snacks sind erlaubt - allerdings nur im Anschluss an eine Mahlzeit, falls man noch nicht satt ist. Zwei Snacks können auch eine Mahlzeit ersetzen.

Mitgeliefert werden Vorschläge für Tages- und Wochenpläne, man kann sich seine Speisepläne aber auch selbst zusammenstellen.

Die Tagespläne sind alltagsfreundlich und unkompliziert: So sind einige Gerichte als Zwei-Portionen-Rezepte konzipiert - die zweite Portion ist für den nächsten Tag, das spart Zeit.

Solange die Kalorienmenge im Blick behalten wird, können einzelne Speisen auch variiert oder eigene Rezepte verwendet werden. Kein Lebensmittel ist verboten, auch das eine oder andere Stückchen Schokolade ist mal drin: Um mit der Brigitte-Diät abzunehmen, ist die Wochenbilanz entscheidend. Die Diät kann so lange fortgeführt werden, bis das Wunschgewicht erreicht ist.

Bewegung spielt bei der Brigitte-Diät eine wichtige Rolle. Vor allem wird Wert auf Alltagsbewegung gelegt - etwa Treppensteigen - ergänzt von gezieltem Muskelaufbau und Ausdauersport. Empfohlen wird außerdem Entspannung, um negativen Stress abzubauen, der wiederum Übergewicht begünstigen kann.

Feinheiten: neue Grundsätze fürs Abnehmen

Früher hieß es noch: Es ist egal, um welche Uhrzeit etwas gegessen wird. Die aktuelle Brigitte-Diät setzt hingegen auf die "Stundenformel". Demnach gelten Pausen von mindestens vier Stunden zwischen den Mahlzeiten als optimal. Innerhalb dieser Ruhephase sollte auch nicht zum Snack gegriffen werden. Hintergrund: Der Stoffwechsel möchte auch mal in Ruhe gelassen werden - dann verbrennt er am meisten Fett. Die Slow Carbs helfen, diese Regel einzuhalten, weil sie lange sättigen. Vier Stunden sind somit leicht zu schaffen. Nachts sollte die Pause mindestens zehn Stunden betragen. Trinken ist zwischendurch natürlich erlaubt, allerdings nur Kalorienfreies wie Wasser und ungezuckerter Tee sowie in Maßen auch Kaffee.

Neben der "Stundenformel" ist auch die "Kalorienbremse" wichtig. Nahrungsmittel, die am besten sättigen und den Fettabbau am wenigsten stören, helfen zusätzlich beim Abnehmen. Hintergrund: Unser Fettabbau hängt mit dem Zuckerstoffwechsel zusammen. Greifen wir zu kohlenhydrathaltigen Speisen, wird das Hormon Insulin ausgeschüttet. Dieses sorgt dafür, dass der Zucker aus den Kohlenhydraten als Energie in die Körperzellen gelangt. In dieser Zeit wird kein Fett abgebaut.

Entscheidend für das Sättigungsgefühl ist zudem die Energiedichte der Nahrungsmittel. Nach dem Prinzip der geringen Energiedichte sollen Kalorien nicht dadurch eingespart werden, indem weniger gegessen wird. Stattdessen sollen die Mahlzeiten möglichst wenige Kalorien pro Gramm oder Portion liefern. Lebensmittel mit geringer Energiedichte sind Gemüse und einige Obstsorten, da sie viel Wasser enthalten und dadurch satt machen. Auch mageres Fleisch gehört dazu, im Gegensatz zu Süßigkeiten und Gebäck. Generell gilt: Die Energiedichte eines Lebensmittels ist umso geringer, je wasserreicher und fettärmer es ist. Eine Sonderstellung haben Getränke, die zwar auch viel Wasser, aber eben auch viele Kalorien enthalten können. Sie sättigen nicht gut, animieren aber dazu, viel davon zu trinken und sind daher zum Abnehmen nicht geeignet. Fazit: "Kalorienbremser" sind somit Gerichte, die wenige Kohlenhydrate enthalten und eine möglichst geringe Energiedichte haben. Slow Carbs enthalten zwar Kohlenhydrate, aber eben die richtigen, denn sie tragen dazu bei, dass der Blutzuckerspiegel nicht hochschnellt.

Die dritte Regel ist der Fatburn-Kick: Eiweiß gilt als wichtigster Verbündeter beim Abnehmen. Damit der Körper über die Nacht viel Fett verbrennt, gehört Eiweißreiches vor allem abends auf den Teller. Größere Mengen an Kohlenhydraten sollten dann besser gemieden werden. Eiweißreiche Mahlzeiten sind mit dem Hinweis "Fatburn-Kick" gekennzeichnet.

Diäten im Check stern.de hat die populärsten Diätkonzepte unter die Lupe genommen. Halten sie, was sie versprechen? Wie alltagstauglich sind sie? Für wen sind sie besonders geeignet? Die Ergebnisse finden Sie hier.

Seite 1: So funktioniert die Brigitte-Diät
Seite 2: Praxis-Check
 
 
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