Wissen, was im Essen steckt

Von den meisten Kunden unbemerkt, tauchen in den Regalen der Supermärkte Produkte auf, die mittels gentechnisch veränderter Pflanzen hergestellt wurden. Sie sind nicht ohne Risiko.

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Um gentechnisch veränderten Mais wurde in Europa schon viel gestritten©

Die meisten Deutschen lehnen Gentechnik im Essen ab und die Hersteller von Lebensmitteln beugen sich. Trotzdem können Verbraucher beim Einkauf nicht sicher sein, nur gentechnikfreie Lebensmittel vorzufinden. So kann das Fleisch von Tieren stammen, die mit Gen-Pflanzen gefüttert wurden. Oder Spuren genveränderter Organismen stecken in den Zutaten von Lebensmitteln, zum Beispiel in Maisstärke oder in Sojamehl.

Gentechniker verändern das Erbgut von Nutzpflanzen

Ob Mensch, Tier, Maispflanze oder Mikroorganismus - jedes Lebewesen gibt seine Gene an die nächste Generation weiter. Gentechniker fügen in das Erbgut fremde Gene ein und verändern die Erbsubstanz, die DNS. Dadurch erhält der manipulierte Organismus neue Eigenschaften. Das funktioniert aber nur bei einfachen Merkmalen wie bei der Pestizidproduktion, denn die meisten Merkmale werden von sehr vielen Genen und deren komplexer Regulierung beeinflusst.

Beispielsweise kann so Mais entstehen, der Schädlingen widersteht, oder Raps, der unempfindlich auf Unkrautbekämpfungsmittel reagiert. Derartige Schöpfungen heißen transgene oder gentechnisch veränderte Organismen. Bisher betrifft das vor allem Soja und Mais, aber auch Baumwolle, Raps und Reis.

Weltweit wurden 1996 auf rund 1,7 Millionen Hektar Ackerfläche Gentech-Pflanzen angebaut, heute sind es fast 100 Mal so viel. Immer mehr Pflanzen durchlaufen das Zulassungsverfahren bei der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit. Vielleicht liegen schon bald beim Gemüsehändler Kartoffeln mit veränderten Inhaltsstoffen oder transgene Tomaten in der Kiste, die nach vier Wochen noch so aussehen wie am ersten Tag.

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