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Rein in die Schule, rauf mit dem Gewicht

Viele Kinder werden dick, wenn sie in die Grundschule kommen. Rund ein Fünftel der Jungen und Mädchen bringt zu viele Pfunde auf die Waage. Das war vor zwanzig Jahren noch anders.

Von Martina Janning

  Viele Kinder werden nach der Einschulung dick

Viele Kinder werden nach der Einschulung dick

  • Martina Janning

Wenn ihr Kind ein kleiner Wonneproppen ist, haben Eltern genau genommen keinen Grund zur Freude. Denn oft wächst sich der Babyspeck nicht mit den Jahren aus, sondern das Kind häuft zu viele Pfunde an, wird dick und manchmal sogar fettleibig. Dabei markiert die Einschulung einen wichtigen Einschnitt bei der Entwicklung von Übergewicht, haben Wissenschaftler der Universität Mainz festgestellt.

Bis Kinder in Deutschland fünf Jahre alt sind, seien rund zehn Prozent von ihnen zu dick. Diese Zahl habe sich in den vergangenen zwanzig Jahren kaum verändert, berichten die Forscher im Fachmagazin "Obesity". Demnach gibt es in den ersten fünf Lebensjahren sogar eine leichte Tendenz, dass die Kinder weniger wiegen als vor zwei Jahrzehnten. Dann folgten jedoch "drei Jahre, in denen wir im Gegensatz zu einer internationalen und einer deutschen Vergleichspopulation von damals plötzlich eine deutliche Zuwachsrate an Übergewicht ausfindig machen können“, sagt einer der Autoren, Sascha Hoffmann. Er hatte für seine Doktorarbeit die maßgeblichen Daten aus der "Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland" (KiGGS) ausgewertet. Diese waren von 2003 bis 2006 vom Robert-Koch-Institut (RKI) erhoben worden.

Die Analyse zeigte: Die meisten Jungen und Mädchen legen mit rund sieben Jahren an Gewicht zu. Im Alter von acht sind dann über 20 Prozent der deutschen Kinder übergewichtig. Vor zwanzig Jahren betrug der Anteil der übergewichtigen Kinder in dieser Altersgruppe nur zehn Prozent - eine Verdopplung also. Diese Quote an Übergewichtigen bleibe bis zur Volljährigkeit relativ konstant, berichten die Wissenschaftler.

Ursachenforschung noch am Anfang

Warum so viele Kinder im ersten Schuljahr dick werden, wissen die Forscher noch nicht. Studienleiter Perikles Simon warnt allerdings davor, die Gründe für die Gewichtszunahme vor allem im schulischen Alltag zu vermuten. "Unsere Kinder wurden auch schon vor zwanzig Jahren eingeschult und kommen auch heute in ein ähnliches schulisches Umfeld wie damals. Nur früher war eben keine rapide Zunahme des Übergewichts zu verzeichnen", gibt er zu bedenken.

Eins sei aber klar, sagt der Sportmediziner: "Die Grundlagen für den schnellen Gewichtsanstieg müssen vor der Schulzeit entstehen, nämlich schon im Kindergartenalter." Um herauszufinden, was vor der Einschulung in Sachen Gewicht schiefläuft, haben die Forscher bereits eine kleine Studie in 35 Mainzer Kindertagesstätten gestartet. Die Auswirkungen der dickmachenden Lebensumstände im Vorschulalter zeigten sich allerdings erst später nach der Einschulung.

Dass die Kinder dick werden, könnte an einem Zusammenspiel verschiedener Ursachen liegen, vermuten Simon und seine Kollegen. Bewegen Kinder sich heute weniger als früher? Hat sich der Stresspegel im Alltag und in der Schule erhöht? Bereiten Eltern ihre Kinder schlechter auf die Schulphase vor? Wie hat die Ernährung sich in den vergangenen zwanzig Jahren verändert? All diesen Fragen wollen die Forscher nachgehen. Denn um Übergewicht bei Kindern zu verhindern und zu bekämpfen, sei erst einmal Grundlagenforschung nötig, erklärt Simon. "Wir wissen die Gründe einfach nicht - und das ist störend."

Immerhin geht es um mehr als eine Kindheit als Pummelchen. Denn wer schon in jungen Jahren zu dick ist, bleibt es oft ein Leben lang. Hierzulande haben bereits zwei Drittel der Männer und fast jede zweite Frau zwischen 18 und 79 Jahren Übergewicht. Fast jeder vierte Deutsche gilt sogar als fettleibig. Besonders bei den jungen Männern und bei den Frauen unter 35 Jahren wächst die Zahl der extrem Dicken, hat die "Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland" (DEGS) vom RKI ergeben. Übergewicht und Fettleibigkeit bergen große gesundheitliche Risiken. Betroffene leiden zum Beispiel häufiger an Diabetes und frühem Gelenkverschleiß oder bekommen einen Schlaganfall.

Von Martina Janning

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