Startseite

Stern Logo Ratgeber Ernährung

Hier stimmt der Geschmack

Fertige Bolognese-Soßen: Schmecken die eigentlich? Warentest hat 27 Produkte untersucht - und rät vom Instantpulver ab. Der Testsieger kommt im Glas daher.

  Nach frischen Tomaten, Kräutern und geschmortem Fleisch: So sollte eine Bolognese-Soße schmecken.

Nach frischen Tomaten, Kräutern und geschmortem Fleisch: So sollte eine Bolognese-Soße schmecken.

Spaghetti Bolognese ist ein Lieblingsessen, nicht nur von Kindern. Doch die Soße selbst zu kochen, ist nicht jedermanns Sache. Manch einer greift daher gerne auf die fertigen Versionen zurück, die sich in Varianten im Supermarktregal finden lassen: als Pulver in Tüten oder gekühlt und ungekühlt im Glas. Doch können diese geschmacklich mit dem Original mithalten? Stiftung Warentest hat 27 Produkte verglichen. Das Ergebnis: Markenware schnitt in diesem Fall deutlich besser ab als Discounterprodukte.

Generell gelte: Wer eine gute Bolognese-Soße auf dem Teller haben will, sollte auf die Produkte setzen, die ungekühlt im Glas angeboten werden, schreibt Warentest in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift test. Sieger ist das Produkt von Barilla: Es schmeckt den Testern zufolge so, wie richtige Bolognese-Soße schmecken sollte: kräftig nach Tomate, geschmortem Fleisch und mediterranen Kräutern. Zudem ist die Soße besonders fruchtig und aromatisch. Allerdings ist das Produkt auch nicht gerade günstig: Für ein 400-Gramm-Glas müssen Verbraucher 2,85 Euro berappen.

Fertige Bolognese-Soßen
Markenware schneidet besser ab

Stiftung Warentest hat 27 fertige Bolognese-Soßen untersucht - im Glas und Soßen-Fix im Beutel. stern.de zeigt die Testsieger im Überblick.

Braten- statt Tomatensoße

Dafür kommen die Soßen von Barilla und Ökoland ohne Zusatzstoffe und Aromen aus. Auch das Produkt von Mirácoli überzeugte - mit kräftigem und fruchtigem Geschmack. An die Testsieger reichen die Bolognesen der Handelsketten Lidl, Netto, Aldi Nord und Süd, Edeka, Kaufland, Penny und Rewe geschmacklich nicht heran, obgleich diese bei dem Test insgesamt "gut" abschnitten, schreibt Warentest. Fleischlose Alternativen für Vegetarier sind die Soße der Marke Zwergenwiese und Bruno Fischer. Sie schneiden als einzige im Geschmackstest gut ab.

Ein geschmacklicher Flop ist allerdings die Soße des bayerischen Nudelherstellers Bernbacher. Dieser preist sein Produkt zwar als "Original italienische Nudelsauce Bolognaise" an. Doch das Urteil der Tester ist vernichtend: Um den Geschmack zu verstärken, komme Hefextrakt zum Einsatz. Daneben fand sich in dieser Soße - als Einzige im Test - auch der Geschmackverstärker Glutamat. Auch das Endergebnis klingt alles andere als appetitlich: Auf dem Teller landete eine dunkle, extrem salzige Bratensoße. Bolognese geht anders, daher gab es auch die Gesamtnote "mangelhaft".

Kommt besser nicht in die Tüte

Die gab es auch für das Soßen-Fix von Aldi (Nord). Wer seine Bolognese damit anrührt, darf ebenfalls nicht mit dem typischen Tomatengeschmack rechnen. So richtig empfehlen können die Tester auch keine der Instantsoßen. Am besten schnitt zwar noch das Pulver Le Gusto Fix von Aldi Süd ab, doch selbst dieses Produkt erreichte lediglich ein "befriedigend". Die Tütensoßen seien zu salzig und ohne den typischen Bolognese-Geschmack, so das Urteil von Warentest.

In Italien produziert werden Warentest zufolge lediglich die Soßen von Barilla und Lidl, beide im Glas. Die restlichen Hersteller gaukeln das italienische Lebensgefühl nur vor, etwa mit schönen Bildern von italienischen Landschaften. Doch tatsächlich halten sich viele weder an das italienische Originalrezept, noch verwenden sie typisch italienische Zubereitungen, kritisiert Warentest.

Die kompletten Ergebnisse des Tests können Sie gegen eine Gebühr unter www.test.de herunterladen.

lea

Stern Logo Das könnte sie auch interessieren

Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo

Partner-Tools