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Künftig ohne Zusätze, dafür mit größeren Warnhinweisen

Kein Menthol oder Koffein, ein vorgeschriebener Durchmesser für Zigaretten und größere Warnungen auf der Verpackung: Die EU-Kommission hat sich auf Eckpunkte einer Tabak-Richtlinie geeinigt.

  Die Warnhinweise auf Zigarettenpackungen sollen künftig 75 Prozent der Vorder- und Rückseite einnehmen

Die Warnhinweise auf Zigarettenpackungen sollen künftig 75 Prozent der Vorder- und Rückseite einnehmen

Die EU-Kommission hat sich nach Informationen der "Bild"-Zeitung auf die seit Monaten verzögerte Tabak-Richtlinie verständigt. Wie das Blatt unter Berufung auf den Kommissionsentwurf berichtet, sieht der Vorschlag der Kommission wie seit längerem geplant strengere Warnhinweise auf Zigarettenpackungen und das Verbot von Geschmackszusätzen in Zigaretten vor.

Den Informationen zufolge will die Kommission die umstrittene Richtlinie rasch förmlich beschließen. Danach müssen Warntexte wie "Rauchen tötet" und schockierende Fotos künftig 75 Prozent der Vorder- und Rückseite der Zigarettenpackung einnehmen. Neben der Steuerbanderole bleibe für den Markennamen nur noch 20 Prozent der Packung. Bei Selbstdreh-Tabak solle die Warnung auf dem Deckel stehen und 50 Prozent des Deckels einnehmen.

Das Aus für Menthol und Slim-Zigaretten

Grundsätzlich verboten werden sollen Zusatzgeschmackstoffe und die Zugabe von Vitaminen, Koffein, Taurin oder Farbstoffen in Zigarettentabak. Das könnte das Aus für Menthol-Zigaretten bedeuten. Vorgeschrieben wird auch, dass der Durchmesser der Zigaretten nicht kleiner als 7,5 mm sein darf. Die vor allem bei Frauen beliebten Slim-Zigaretten wären dann nicht mehr erlaubt.

Die Vorlage der verschärften Tabak-Regeln hatte sich in den vergangenen Monaten immer wieder verzögert. Vor wenigen Wochen war der bisherige EU-Gesundheitskommissar John Dalli über Bestechungsvorwürfe gestürzt.

swd/DPA/Reuters/DPA/Reuters

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