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Laserdrucker können der Gesundheit schaden

Seit Jahren tobt ein Streit, inwieweit Laserdrucker und Fotokopierer im Büro gesundheitliche Schäden verursachen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung stellt jetzt eine neue Studie zum Thema vor. Und gibt keine Entwarnung.

Laserdrucker und Fotokopierer sind nach einer Studie im Auftrag des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) keine Hauptverursacher von Atemwegproblemen und anderen Bürokrankheiten. Es gebe allerdings wenige, besonders empfindliche Menschen, die auf das Partikelgemisch in der Abluft der Geräte mit gesundheitlichen Problemen reagierten, sagte BfR-Sprecherin Irene Lukassowitz. Die zuvor verdächtigten Tonerpartikel seien aber offensichtlich nicht der Grund. Erste zentrale Ergebnisse der Untersuchung waren bereits im vergangenen Oktober vom BfR vorgestellt worden, jetzt liegt der Abschlussbericht der Studie vor.

Durch den Betrieb der Geräte steigt demnach die Konzentration von Feinststäuben in vielen Büroräumen oft messbar an. Dies sei "schon unter quantitativen Aspekten als hygienisch, wenn nicht gar gesundheitlich bedenklich" zu werten, heißt es in der Studie, die von der Universität Gießen erstellt wurde. Diese Feinststäube kämen als Ursache für gesundheitliche Irritationen bei besonders empfindlichen Mitarbeitern infrage, dies sei jedoch noch nicht im Detail untersucht, erläuterte Lukassowitz. "Wo viel gedruckt wird, sollten die Geräte in separaten, gut belüfteten Räumen stehen", riet sie. Auch eine regelmäßige Wartung senke die Feinststaubemissionen.

"Das sind keine Spinner"

Dass es Büromitarbeiter gibt, denen Geräteemissionen gesundheitlich Probleme bereiten, steht für Lukassowitz außer Frage. "Das sind keine Spinner", betonte sie. Die Gesundheitsbeschwerden der für die Studie untersuchten Büromitarbeiter ähnelten dem bereits bekannten "Sick-Building-Syndrom", das zu Schleimhautproblemen führen kann. Für die Studie maßen die Forscher zwischen Januar und Oktober 2006 in 63 ausgewählten Büroräumen die Raumluft und untersuchten 69 Menschen, die dort arbeiteten. Das BfR wolle den Abschlussbericht nun bewerten und bis zum Frühjahr zur Problematik Stellung nehmen, sagte Lukassowitz. "Eine Frage ist zum Beispiel, ob und wo es zusätzlichen Forschungsbedarf gibt." Es könnte zu klären sein, was genau die ultrafeinen Partikel auslösten, die beim Start eines Druck- oder Kopiervorgangs freigesetzt würden. Zu den beteiligten Substanzen gehörten zum Beispiel Silikonöle.

Der Streit um die Rolle der Toner in der Büroluft tobt bereits seit mehreren Jahren. Nach Angaben der Interessengemeinschaft der Tonergeschädigten leiden rund 1700 Büromitarbeiter in Deutschland unter erheblichen gesundheitlichen Problemen, weil sie dicht neben Laserdruckern oder Kopierern arbeiten.

DPA/DPA
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