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Trick gegen Übergewicht - Sie müssen nur eine einzige Gewohnheit ändern

Zu viel Essen führt zu Übergewicht. Wer auf sein Gewicht achten möchte, muss jedoch nicht immer darben. Spanische Forscher haben herausgefunden: Es reicht wohl schon mit einer täglichen Gewohnheit zu brechen, um sein Risiko zu beeinflussen.

Übergewicht: Wer zu viel auf die Waage bringt, riskiert Folgekrankheiten

Übergewicht: Wer zu viel auf die Waage bringt, riskiert Folgekrankheiten

Das Stück Kuchen zum Kaffee oder die Tüte Chips zum Tatort: Oft sind es die kleinen Dinge, die schwer ins Gewicht fallen. Über den Tag verteilt nehmen wir unbemerkt große Mengen Fett, Zucker und Kalorien zu uns. Das wird zum Problem, wenn wir uns nicht ausreichend bewegen und die gefutterten Kalorien wieder verbrennen. Nach und nach klettert die Zahl auf der Waage in die Höhe. Es drohen Übergewicht oder gar .

Was dabei oft vergessen wird: Auch Getränke enthalten reichlich Kalorien und tragen somit zur Gesamtbilanz bei. Spanische Forscher der Universität von Navarra haben untersucht, welche Faktoren starkes Übergewicht fördern - und sind dabei auf einen möglichen Hauptschuldigen gestoßen: das Feierabendbier. Wer sich das tägliche verkneift und stattdessen zu einem Glas Wasser greift, hat der Studie zufolge ein 20 Prozent niedrigeres Risiko, an Fettleibigkeit zu erkranken. Ähnliches gilt für zuckerhaltige Softdrinks: Studienteilnehmer, die auf Cola und Limonade verzichteten und stattdessen Wasser tranken, hatten immerhin ein um 15 Prozent niedrigeres Adipositas-Risiko. Bei anderen Getränken - darunter auch Wein - zeigte sich dagegen kein Effekt, wenn es durch Wasser ersetzt wurde.

Kalorien in Alkohol werden oft unterschätzt

Überraschend sind diese Ergebnisse zumindest für Mediziner nicht: Bier gilt schon seit längerem als echter Dickmacher. Das liegt unter anderem an seinem Alkoholgehalt. "Alkohol ist extrem kalorisch und steht damit an zweiter Stelle direkt nach Fett", erklärt der Suchtforscher Paul Christiansen von der Liverpool University gegenüber dem "Guardian". "Und Bier ist einer der kalorienreichsten Wege, Alkohol zu konsumieren." Der Gerstensaft enthält neben Alkohol auch noch größere Menge sogenannter Maltose, also Malzzucker.

Hinzu kommt: Bier steigert den Appetit auf deftiges Essen, indem es Salze aus dem Körper schwemmt. "Wenn Menschen größere Mengen Alkohol konsumieren, gehen sie in Imbissbuden und essen", so Christiansen weiter. "Niemand würde sonst rausgehen und sagen 'Ich möchte unbedingt einen Döner', wenn man schon seinen Tagesbedarf an Kalorien gedeckt hat."

Alkoholfreie Tage einplanen

Ein Freifahrtschein zum Schlemmen ist die Studie natürlich nicht. Wer tagsüber schon Burger, Pizza und Schokolade futtert, wird durch einen Verzicht aufs Feierabendbier wohl keinen Effekt bemerken. Ein Anreiz, ungesunde Gewohnheiten zu überdenken, ist sie aber allemal. Experten empfehlen aus gesundheitlichen Gründen, täglich nicht mehr als einen halben Liter Bier oder einen viertel Liter Wein zu trinken. Frauen sollten noch weniger trinken - nämlich die Hälfte. Außerdem sollten mindestens zwei alkoholfreie Tage in der Woche eingeplant werden.

Die Forscher berücksichtigten Daten von rund 15.800 Erwachsenen aus der SUN Cohort-Studie (Seguimiento Universidad de Navarra). Die Langzeitstudie erfasst seit Ende der Neunzigerjahre Gesundheitsinformationen von Universitäts-Absolventen. Die Ergebnisse basieren auf den Angaben der Studienteilnehmer zu ihren Trinkgewohnheiten und ihrem Körpergewicht.


ikr

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