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Sie sind klein, sie sind eklig, und sie sind wieder unterwegs: Zecken. Wo die Parasiten auftreten, wie gefährlich sie sind und wie Sie sich vor den Blutsaugern schützen können.
Auf einer kleinen Insel steht gut isoliert das Friedrich-Loeffler-Institut. Hier werden hochgefährliche Tierkrankheiten untersucht: BSE, Schweinepest - und nun auch die Vogelgrippe.
Ein neuer Erreger befällt Schafe, Ziegen und Rinder. Wie viele Tiere betroffen sind, wird erst nach und nach klar. Und ein Impfmittel ist noch lange nicht in Sicht. Auf die Geburten der ersten Kälber dürften in diesen Tagen viele Landwirte mit gemischten Gefühlen warten. Denn dann wird sich zeigen müssen, wie viele Tiere dem Schmallenberg-Virus zum Opfer fallen. Es sorgt bei ausgewachsenen Tieren für allenfalls milde Symptome. Wenn aber trächtige Tiere infiziert sind, können bei Neugeborenen schwerste Missbildungen auftreten, vor allem an den Gliedmaßen und der Wirbelsäule. Die kleinen Lämmer und Kälber sind dann nicht lebensfähig. Bis zu 30 Prozent einer Geburtenkohorte waren bei Schafen betroffen. Das Virus wurde erstmals im September 2011 in den Niederlanden beobachtet. Seitdem verbreitete es sich in Europa, unter anderem sind auch die Niederlande, Belgien und Großbritannien betroffen. „Dies ist seit langer Zeit das erste Mal, dass ein völlig unbekannter Erreger in den Beständen aufgetreten ist", sagte Karin Schwabenbauer, die Leiterin der Abteilung Tiergesundheit im Bundeslandwirtschaftsministerium, Anfang Februar. "Das stellt uns vor große Herausforderungen.“ Eine dieser Herausforderungen besteht darin, dem Virus überhaupt auf die Schliche zu kommen. Noch gibt es keinen Test. Ob also ein Bestand vom Virus befallen war, wird oftmals erst durch Totgeburten bekannt. Die Nachweise registriert das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in einer Datenbank, jeden Tag werden die Fallzahlen online aktualisiert . Die folgende Visualisierung dieser Daten zum Stand 13. März zeigt, wie unterschiedlich stark die Bundesländer betroffen sind. Obwohl in Baden-Württemberg etwa genauso viele Betriebe Rinder und Kälber halten wie in Nordrhein-Westfalen, sind dort deutlich weniger Schmallenberg-Fälle bekannt. Das dürfte vor allem daran liegen, dass NRW näher an den Niederlanden liegt, wo der Erreger ebenfalls verbreitet ist. Denn übertragen wird das Virus von Insekten. Allerdings sind die Fallzahlen gerade bei Rindern momentan noch nicht hoch genug für eine differenzierte Auswertung. (Die genauen Fallzahlen werden sichtbar, wenn man mit der Maus über die einzelnen Balken im Diagramm fährt.) {"dataSourceUrl":"//docs.google.com/spreadsheet/tq?key=0AiRs0qerdI7sdF82ZjBrRVdqbmxpeHZEa2ZURVV3R3c&transpose=0&headers=1&range=A1%3AD16&gid=0&pub=1","options":{"vAxes": ,"title":"Schmallenberg-Virus: betroffene Betriebe nach Bundesl\u00e4ndern","booleanRole":"certainty","height":371,"animation":{"duration":500},"legend":"top","vAxis":{"format":""},"width":600,"hAxis":{"title":"(Stand: 13.3.2012, 15.00; Quelle: www.fli.bund.de)","slantedTextAngle":90,"slantedText":true,"format":""},"isStacked":true},"state":{},"chartType":"ColumnChart","chartName":"Chart 1"} Insgesamt wurde das Schmallenberg-Virus in 934 Tierbeständen nachgewiesen, in 779 von ihnen erkrankten Schafe, in 115 Beständen Rinder und in 40 Ziegen. Seit Anfang Februar hat sich die Gesamtsumme damit fast verfünffacht. Das bedeutet aber nicht, dass die Infektionen in dieser Zeit zugenommen hätten. Es werden nur immer mehr Fälle bekannt. Infiziert wurden die Tiere in aller Regel im Sommer und Herbst des vergangenen Jahres. Ende November wurde dann das Genom des Schmallenberg-Virus entschlüsselt, Anfang März veröffentlichten Forscher die ersten hoch aufgelösten Bilder. Sie sollen dabei helfen, den Erreger zu verstehen. Ein Impfstoff wird wohl frühestens 2014 entwickelt sein. Was können die Landwirte bis dahin tun? "Ich wüsste im Moment nicht, was man ihnen raten könnte, weil wir keine Instrumente haben, diese Krankheit zu bekämpfen", so Schwabenbauer. "Handelsrestriktionen halten wir nicht für sinnvoll, weil wir davon ausgehen, dass die Krankheit bereits überall ist.“ von Christina Elmer
Die Vogelgrippe hat mit Sachsen ein zweites deutsches Bundesland erreicht. In drei toten Schwänen wurde das aggressive Virus H5N1 nachgewiesen - das Friedrich-Loeffler-Institut schätzt das Risiko einer Übertragung auf Nutzgeflügel aber weiter mäßig ein.
Europa hat die ersten Todesfälle durch die Vogelgrippe gemeldet - und das zu einem Zeitpunkt, an dem die Grippesaison bevorsteht. Wenn das Vogelgrippe-Virus H5N1 und das menschliche Influenza-Virus aufeinandertreffen, droht eine Pandemie.
Sie befällt Schafe, Ziegen und Kühe, wird von Mücken übertragen und breitet sich in Deutschland schnell aus: die Blauzungenkrankheit. Für den Menschen ist die exotische Virusinfektion aber ungefährlich.
Wegen der Hitzewelle hatte es lange Zeit keine neuen Vogelgrippe-Fälle in Deutschland gegeben. Nun wurde das Virus H5N1 bei einem toten Trauerschwan aus dem Dresdener Zoo nachgewiesen.
Entwarnung aus Brüssel: Trotz des ersten Falles von Vogelgrippe bei Nutzgeflügel in Deutschland, drohen heimischen Geflügelzüchtern keine Sanktionen oder Beschränkunen. - So lange sie sich an geltende Vorschriften und Notfallpläne halten.
Dutzende tote Vögel liegen noch immer am Strand von Rügen - dort kämpfen vier Männer auf verlorenem Posten. Denn handfeste Hilfe von Kreis, Land und Bund bleibt bisher aus. Stattdessen hagelt es Kritik und beruhigende Floskeln.
Silvio Berlusconi war politisch schon fast erledigt, doch erneut hat es der italienische Regierungschef geschafft, seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Der dringend benötigte Neuanfang aber bleibt aus, die nächste Krise ist nur eine Frage der Zeit.
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