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Verkauf von Energy-Drinks an Jugendliche verbieten

Fünf Todesfälle und eine Herzattacke: Die Berichte der vergangenen Wochen zeigen, dass Energy-Drinks gefährlich sein können. Nun fordert die Verbraucherzentrale ein Verkaufsverbot an Jugendliche.

  Die US-Lebensmittelaufsicht hat Ermittlungen gegen den Energy-Drink-Hersteller Monster Beverage aufgenommen, nachdem ein Mädchen gestorben war. Es gebe aber keinen Beweis dafür, dass Monster ursächlich für die Todesfälle sei

Die US-Lebensmittelaufsicht hat Ermittlungen gegen den Energy-Drink-Hersteller Monster Beverage aufgenommen, nachdem ein Mädchen gestorben war. Es gebe aber keinen Beweis dafür, dass Monster ursächlich für die Todesfälle sei

Nach ungeklärten Todesfällen im Zusammenhang mit Energy-Drinks in den USA hat die Verbraucherzentrale Hamburg ein Verkaufsverbot der koffeinhaltigen Getränke für Kinder und Jugendliche gefordert. Energy-Drinks enthielten dreimal so viel Koffein wie Cola, erklärte die Verbraucherzentrale am Montag. Auch bei anderen Inhaltsstoffen wie dem leistungssteigernden Taurin seien negative Wechselwirkungen mit Koffein nicht auszuschließen. Würden die Getränke zusammen mit Alkohol und bei körperlicher Anstrengung wie etwa in der Disco konsumiert, bestehe die Gefahr, dass sich die Nebenwirkungen zu Krampfanfällen und Herzrasen verstärkten.

"Gerade Kinder und Jugendliche müssen geschützt werden, da in der Disco und beim Sport die Gefahr eines übermäßigen Konsums besteht", sagte Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg. Aussagekräftige Langzeitstudien fehlten allerdings noch.

Im Mai hatte der Bundesrat beschlossen, dass Energy-Drinks auch beim Ausschank in Gaststätten oder Diskotheken besonders gekennzeichnet werden müssen. Zugleich wurden verbindliche Höchstmengen für die Inhaltsstoffe von Energy-Drinks - wie Koffein, Taurin, Inosit und Glucuronolacton - festgelegt.

Ermittlungen der US-Lebensmittelaufsicht eingeleitet

Die US-Lebensmittelaufsicht hat nach Berichten über fünf Todesfälle und eine Herzattacke nach dem Verzehr des Energy-Drinks Monster Ermittlungen eingeleitet. Die Behörde sei über die Vorfälle und den möglichen Zusammenhang mit dem koffeinhaltigen Getränk informiert worden und nehme die Berichte sehr ernst, erklärte die Sprecherin der Lebensmittelaufsicht, Shelly Burgess, der Nachrichtenagentur AFP in einer E-Mail. Es gebe aber keinen Beweis dafür, dass Monster ursächlich für die Todesfälle sei.

Die Familie einer 14-Jährigen im US-Bundesstaat Kalifornien hat inzwischen eine Klage gegen den Produzenten des Getränks Monster Energy eingereicht. Das Mädchen war #Link;http://www.stern.de/panorama/klage-in-den-usa-energydrink-soll-tod-14-jaehriger-verursacht-haben-1914263.html;an einem Herzstillstand gestorben#, nachdem sie innerhalb von 24 Stunden zwei 0,7-Liter-Dosen Monster Energy getrunken hatte. Dies entspricht laut den Anwälten der Familie dem Koffeingehalt von 14 Flaschen Coca-Cola in derselben Größe. Die Ärzte hielten damals in ihrem Autopsiebericht eine "Herzrhythmusstörung durch Vergiftung mit Koffein" als Todesursache fest.

Erfrischungsgetränke dürfen in den USA höchstens 71,5 Milligramm Koffein je 0,35 Liter enthalten. Die Höchstgrenze gilt für Energizer nicht, weil diese als Nahrungsergänzung angesehen werden. Die Energie-Getränke seien für junge Mädchen und Jungen eine "tödliche Falle", erklärte die Mutter der 14-Jährigen. Der Hersteller müsse zur Kenntnis nehmen, dass "sein Produkt töten kann". Der Monster-Energy-Produzent Monster Beverage erklärte, nach acht Milliarden Verkäufen von Energizern sei der Tod des Mädchens das erste Mal, dass ein Zusammenhang zwischen dem Getränk und einem Todesfall hergestellt werde. Im Juni hatte bereits die französische Gesundheitsbehörde ANSES Ermittlungen wegen Monster Energy eingeleitet. Es seien mehrere Vorfälle im Zusammenhang mit dem Getränk gemeldet worden.

ger/DPA/AFP/DPA

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