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Über das Leben nach einem Suizid-Versuch

Fotografin Dese'Rae L. Stage porträtiert Menschen, die ihrem Leben ein Ende setzen wollten – und dann doch beschlossen zu kämpfen. Ihre Bilder sind eine Hommage an das Leben.

Dese'Rae L. Stage ist Hochschulabsolventin und arbeitet als Fotografin.   Über eine Crowdfunding-Plattform sammelte sie Geld für das Projekt "Live through this" – knapp 23.000 US-Dollar kamen so vor drei Jahren zusammen. Seitdem reist Stage durch US-amerikanische Städte und fotografiert Überlebende eines Suizid-Versuchs. So entstanden mit der Zeit 166 Porträts.  Mit "Live through this" will Stage wichtige Aufklärungsarbeit leisten und zeigen, dass Ängste und Depression durchaus behandelbar sind. Ihr Projekt soll dabei helfen, das Thema zu enttabuisieren. Betroffene sollen so den Mut fassen, sich an Familie und Freunde zu wenden oder professionelle Hilfe anzunehmen.

Dese'Rae L. Stage ist Hochschulabsolventin und arbeitet als Fotografin

Über eine Crowdfunding-Plattform sammelte sie Geld für das Projekt "Live through this" – knapp 23.000 US-Dollar kamen so vor drei Jahren zusammen. Seitdem reist Stage durch US-amerikanische Städte und fotografiert Überlebende eines Suizid-Versuchs. So entstanden mit der Zeit 166 Porträts.

Mit "Live through this" will Stage wichtige Aufklärungsarbeit leisten und zeigen, dass Ängste und Depression durchaus behandelbar sind. Ihr Projekt soll dabei helfen, das Thema zu enttabuisieren. Betroffene sollen so den Mut fassen, sich an Familie und Freunde zu wenden oder professionelle Hilfe anzunehmen.

Dese'Rae L. Stage nennt sie schlicht "The Survivors", die Überlebenden. Seit drei Jahren porträtiert Stage Menschen, die ihrem Leben ein Ende setzen wollten – und dann doch beschlossen zu kämpfen. 166 Personen hatte die junge New Yorkerin für das Projekt "Live through this" bereits vor ihrer Linse. Für die Aufnahmen reist Stage durch ganz Amerika und führt kurze Interviews mit den Personen, in denen sie aus ihrem Alltag erzählen: Wie geht es ihnen heute? Was machen sie beruflich? Und was möchten sie ihren Mitmenschen unbedingt mit auf den Weg geben?

Es gibt Hilfe – auch in scheinbar ausweglosen Situationen

Herausgekommen ist ein lebensbejahendes Projekt, das Hoffnung macht und zeigt: Ängste, Selbstzweifel und Depression sind kein unausweichbares Schicksal. Auch in scheinbar ausweglosen Situationen gibt es Hilfe – und zwar in Form von Mitmenschen, die einem beistehen und auf dem Weg der Besserung unterstützen. Davon erzählen die Geschichten der "Survivors". 

Mit "Live through this" will Stage das Thema Suizid enttabuisieren. "Es fällt uns schwer, über das Thema zu sprechen und wir wissen nicht, wie wir uns ihm nähern sollen. Deswegen wird es schnell unter den Teppich gekehrt", schreibt die Fotografin auf der Seite des Projekts. Doch das sei genau der falsche Weg. Denn durch das Tabu werde verhindert, dass sich Menschen Hilfe holen oder Mitmenschen an ihren Gedanken teilhaben lassen. Stage ist sich sicher: "Die Angst, über das Thema zu sprechen, kann auch ein Killer sein."

Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail oder Chat ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

ikr
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