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Ein Plädoyer für Planlosigkeit!

Freizeit könnte so entspannend sein, wären da nicht all diese privaten Verpflichtungen. Alles wollen wir mitnehmen - und haben trotzdem oft das Gefühl, das Beste zu verpassen. Ein Hilfeschrei.

Von Sven Stillich

  Ganz schön anstrengend: Wir sind zu wahren Freizeitmanagern geworden.

Ganz schön anstrengend: Wir sind zu wahren Freizeitmanagern geworden.

Wenn ich Julia auf Dienstag verschiebe, könnte ich heute mit Eva ins Theater gehen. Das wäre schön, denn die spielen das Stück zum letzten Mal. Dann müsste ich nur Heiko von Dienstag auf... ja, vielleicht auf Donnerstag verlegen. Nein, das geht nicht. Donnerstag kommt Fußball im Fernsehen, außerdem bin ich da bereits halbwegs mit Iris verabredet, und die habe ich schon zweimal vertröstet. Freitag? Nein. Freitags ist Gruppentreffen, und da war ich die letzten beiden Male nicht. Einmal musste ich auf ein Konzert, das andere Mal bin ich kurzfristig von Bekannten zum Essen eingeladen worden.

Seit 30 Minuten starre ich auf meinen digitalen Terminkalender. Auf dem Bildschirm wimmelt es vor grünen, roten und gelben Balken. Grün steht für zugesagte Verabredungen, rot für wiederkehrende Termine. Die gelben Balken sind Veranstaltungen, die ich besuchen könnte, wenn sonst nichts los ist. Meine Tage sind bunt - zumindest auf dem Monitor. Ich bin auf Wochen geblockt. In meiner Freizeit!

Ich greife zur Maus, klicke auf die grüne Julia und verschiebe sie flugs auf Dienstag. Heiko frage ich nachher per E-Mail, wann er sonst noch kann. Er wird mir das nicht übel nehmen. Ihm geht es ähnlich mit seinen Terminen. Und Julia kennt das ebenso.

Was für ein Stress! Wir haben uns zu Freizeitmanagern entwickelt, zu Optimierern an der Verabredungsbörse: Ständig bemessen wir den Wert eines Termins neu, und bis kurz davor kann etwas "dazwischenkommen", das uns noch mehr Spaß verspricht. Jedes "Sag mal, was machst du eigentlich heute Abend?" stellt unsere Planung sofort infrage. Dann wird verglichen, auf Potenzial und Qualität abgeklopft - und im Zweifel dem Neuen der Vorzug gegeben.

Ja, nein oder meistens: vielleicht

Früher haben wir uns dabei noch schlecht gefühlt, weil wir ja fest verabredet waren. Absagen brauchten einen guten Grund. Das änderte sich, als Mobiltelefone aufkamen und der Slogan "Ruf doch mal an!" zum Imperativ wurde. Wer nicht erreichbar war für spontane Treffen, war nun raus.

Das Handy verbindet uns "just in time" mit allen möglichen Freizeitdienstleistern. Und das Internet hat alles beschleunigt: Ständig flattern uns Nachrichten von Vereinen in den Postkasten, wir werden auf Facebook Freunde von Künstlern und Restaurants. Wir bekommen Veranstaltungseinladungen und klicken an, ob wir teilnehmen - ja, nein oder meistens: vielleicht. Denn wir wissen: Dort dabei zu sein heißt, woanders nicht dabei zu sein.

Und eigentlich...

Zudem fühlen wir uns von vielen Eigentlichs umstellt. "Eigentlich müsste ich mehr Sport machen/meine Eltern anrufen/mal wieder früher ins Bett gehen." So viel Druck macht auf Dauer unzufrieden. Nur wer begreift, dass er nicht alles haben kann, wird selbst gemachtem Freizeitstress entgehen. Heiko kann am Donnerstag, hat er gemailt. Das ist gut. Obwohl: Da läuft auch ein toller Film. Aber vielleicht hat er ja Lust, einfach mitzukommen.

Das könnte die Lösung sein: gemeinsame Kalender für gemeinsame Unternehmungen. Jeder kann sehen, wann die anderen Zeit haben, kann sich eintragen und Treffen vorschlagen. Eine großartige Idee! Leider funktioniert sie nur, bis einer kurzfristig...  Moment, mein Mobiltelefon piept. Eine SMS. Von Eva. Sie hat abgesagt für heute Abend. Das ist doch der Gipfel! Ob Julia noch Zeit hat?

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