Legenden um Sex und Fruchtbarkeit

Sex und Psyche, Austern und Rettich, Tripper und HIV - über nichts ranken sich so viele Legenden wie um delikate Themen. Wir decken fünf Irrtümer auf.

Spargel: Phallusförmig, aber nicht potenzfördernd©

1. "Sexuelle Probleme haben letztlich immer psychische Ursachen."

Wenn es um Lust und Liebe geht, sind körperliche und psychische Faktoren oft so eng miteinander verwoben, dass sich selbst Experten mit der Unterscheidung schwer tun. Aber viel häufiger als früher angenommen, sind auch rein physische Ursachen für Libido- und Potenzverlust verantwortlich. Dem erschlafften Diabetes-Patienten hilft die tief schürfendste Psychotherapie nicht weiter, ebenso wenig der 50-Jährigen, die unter den hormonellen Veränderungen der Wechseljahre leidet.

2. "Austern, Rettich und Spargel machen lüstern und potent."

Alles Quatsch. Die Auswirkungen von phallischem Gemüse und vaginaähnlichen Muscheln beschränken sich auf Fantasie und Verdauungssystem.

3. "Klassische Geschlechtskrankheiten wie Tripper sind heute kein Thema mehr."

In dem Maße, in dem die Angst vor Aids und damit der Gebrauch von Kondomen zurückgeht, nehmen Tripper, Syphilis und andere sexuell übertragbare Krankheiten wieder zu.

4. "HIV ist heute in Deutschland kein Thema mehr."

Zwar ist die Zahl der Neu-Infektionen seit den 80er Jahren zurückgegangen, aber 2005 steckten sich weltweit rund fünf Millionen Menschen mit dem HI-Virus an.

5. "Solange eine Frau stillt, kann sie nicht schwanger werden."

Stillen beeinflusst den Hormonhaushalt, so dass oft gar kein Eisprung stattfindet. Verlassen kann man sich darauf aber nicht.

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