Startseite

Deutschland - Land der Bewegungsmuffel

Viel Stress, kaum Bewegung, falsches Essen: Der Durchschnittsdeutsche lebt laut einer Umfrage alles andere als gesund. Dabei schneiden besonders die Jüngeren schlecht ab.

  Bewegung an der frischen Luft? Für viele Deutsche gehört Sport laut einer Umfrage eher nicht zum Alltag.

Bewegung an der frischen Luft? Für viele Deutsche gehört Sport laut einer Umfrage eher nicht zum Alltag.

Nur jeder zehnte Bundesbürger lebt nach einer Umfrage rundum gesund. Die größten Sünden begehen die Deutschen nach einer Analyse der Sporthochschule Köln bei Bewegung, Ernährung und im Umgang mit Stress, teilte die Deutsche Krankenversicherung (DKV) am Freitag in Berlin mit. So schafft fast die Hälfte der Befragten (46 Prozent) noch nicht einmal die Mindestempfehlung von 150 Minuten moderater körperlicher Aktivität pro Woche. Die größten Bewegungsmuffel sind dabei die 18 - bis 29-Jährigen. Sie toben sich in ihrer Freizeit zunehmend in sozialen Netzwerken am Computer aus.

Im Vergleich zur ersten Umfrage im Jahr 2010 leben die Deutschen damit weniger gesund. Vor zwei Jahren punkteten noch 14 Prozent der Interviewten mit einer vernünftigen Lebensweise, nun sind es noch elf Prozent. Für die repräsentative Studie der privaten Kasse hatte die Hochschule im März und April rund 3000 Menschen nach ihrem Alltag gefragt: wie viel sie sich bewegen, was sie essen, wie gestresst sie sich fühlen und wie sie mit Alkohol und Zigaretten umgehen. Aus diesen Selbstauskünften berechneten die Interviewer ihre Gesundheitsstatistik.

Lichtblicke gibt es danach nur beim Konsum von Tabak und Alkohol. Die Zahl der Raucher sank innerhalb von zwei Jahren von 25 auf 22 Prozent. Ungesundes Trinkverhalten ging von 19 auf 16 Prozent zurück. Auf allen anderen Gebieten sah es düsterer aus: Bereits jeder zweite ernährt sich nicht abwechslungsreich genug und fühlt ungesunden Stress.

Ältere Menschen leben gesünder als jüngere

Bei der Bewegung verhalten sich die Älteren inzwischen sogar erheblich gesünder als die Jüngeren. Menschen über 65 sitzen pro Tag rund 240 Minuten ruhig auf einem Stuhl. Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es 360 Minuten - ein Spitzenwert unter allen Altersgruppen. So lang am Schreibtisch kleben nach der Studie sonst nur Akademiker bei der Arbeit. Darüber hinaus schneiden die Jüngeren auch beim Thema Ernährung, Rauchen und Trinken schlecht ab.

Ein weiteres Umfrage-Ergebnis mag da nicht verwundern: Fast die Hälfte der Bundesbürger hält sich selbst für übergewichtig. Viele fühlen sich mit zu vielen Kilos auf den Rippen auch weniger vital als Menschen mit Normalgewicht. Doch die meisten nehmen das nicht auf die leichte Schulter. Fast 80 Prozent der Befragten halten Übergewicht für ein großes gesellschaftliches Problem. Vor zwei Jahren meinten das 65 Prozent. Und Dreiviertel würden eine Ampelkennzeichnung für Lebensmitteln begrüßen: rot für ungesunde und grün für gesunde Waren.

Insgesamt zeigt die Umfrage, dass Frauen gesünder leben als Männer - vor allem, weil sie bewusster essen, sich mehr bewegen und weniger Alkohol trinken. Überraschen mag das Ergebnis für Senioren: Über 65 Jahre leben die Menschen nach der DKV-Studie am gesündesten, auf jeden Fall vernünftiger als in jedem anderen Lebensalter. Getrübt wird dieses positive Ergebnis für die Älteren aber durch ein höhere Anfälligkeit für depressive Verstimmungen. Bereits jeder vierte Senior klagt darüber.

mlr/DPA/DPA

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Zu hohe Inkassogebühren, rechtens?
Hallo, ich habe am 20 März 15 einen Vertrag über 12 Monate mit einem Fitness-Studio abgeschlossen. Die Kosten (9,98 € 14-Tägig, 39,99€ Verwaltung einmalig, 19,99 Trainer und Servicepauschale Jährlich) sollten per Einzugsermächtigung abgebucht werden. Kürzlich bekam ich überraschend einen Brief von einem Inkassobüro mit der Zahlungsaufforderung für die gesamten 12 Monate inkl. der Verwaltung und Servicepauschale + Auslagen des Gläubigers (63,38€), Zinsen (1,42€), Geschäftsgebühr (45€), Auskunftskosten (5€) , Auslagenpauschale (9€) Hauptforderung 320,28€ Offene Forderung 444,08€ Nach dem ich mich bei der Firma erkundet habe, sagten sie mir, dass Zahlung zurückgegangen ist da mein Konto nicht gedeckt sei. Fakt war das sie einen Zahhlendreher in der Kontonummer hatten obwohl im meinem Durchschlag die Richtige Kontonummer angegeben wurde. Aber im Original hat jemand aus einer 3 eine 8 geändert. Nach Überprüfung konnte ich Feststellen das es diese Kontonummer gar nicht gibt und das diese vom System gar nicht angenommen wird. Spätestens da hätte man mich doch hinweisen oder fragen können was mit dem Konto sei. Es kam nie ein zu einem Zahhlungsrückgang, noch zu einer Zahlungserinnerung Mahnung seitens des Fitnessstudios. Die AGB´s habe ich nie zu Gesicht nie bekommen und auch nicht gelesen - diese stehen (nach meiner Recherche) im Internet aber auch nicht definiert wie man in Zahlungsverzug kommt. Leider habe ich unterschrieben das sie mir bekannt sind. Dies steht ganz kleingedruckt im Durchschlag. Ich habe der Firma vorgeschlagen die offenen Beiträge bis jetzt zu bezahlen und für die Zukunft eine neue Einzugsermächtigung zu erteilen, was sie aber abgelehnt haben und mir gesagt haben ich soll dies mit dem Inkassobüro klären. Der Fitnessvertrag ist somit gesperrt seit einem Monat. Da ich aber mit den Gebühren, Mahnspesen von dem Inkassobüro nicht einverstanden bin weiß ich nicht ob ich diese bezahlen muss. Ich habe dem Inkassobüro auch vorgeschlagen die offenen Beiträge zu begleichen und diese dann wie vertraglich vereinbart abgebucht werden. Sie haben mir angeboten diese in einem Jahr zu einem monatlichen Beitrag von 35€ abzuzahlen. Dies währen Mehrkosten von 100€, ist das rechtens? Bitte Antworten sie mir in einer Sprache die ich auch versteh - mit langen Gesetzestexten kann ich leider nicht umgehen Und was Sie denken was ich tun soll was rechtens ist. Vielen Dank im Voraus

Partner-Tools