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Erschreckende Fakten rund um die Alltagssucht

Durchblutung, Kreislauf, Knochen, Haut - kaum etwas am Körper leidet nicht unter der Schadstoffbelastung beim Rauchen. So gefährden Sie Ihre Gesundheit.

Fast jeder zweite Raucher, der in eine deutsche Hausarztpraxis kommt, ist nach den Worten des Münchner Mediziners Dennis Nowak eindeutig nikotinabhängig. "Was leichtfertig und allzu gerne als persönliche Selbstbestimmung abgetan wird, ist die gefährlichste Sucht, die wir kennen", sagte der Arbeitsmediziner und Lungenfacharzt in einem Interview der Zeitschrift "Ärztliche Praxis". Das Rauchen "stellt in Ausmaß und Folgen jeden anderen Substanzmissbrauch in den Schatten", warnte Nowak.

Insgesamt 16 Prozent der männlichen und 12 Prozent der weiblichen Patienten, die ein Hausarzt täglich sehe, seien nikotinabhängig. Für einen nicht geschulten Arzt sei es allerdings schwierig, einen abhängigen Raucher auf den ersten Blick zu erkennen. "Abhängigkeit hängt nicht mit der Menge gerauchter Zigaretten zusammen. Raucher können tage- bis monatelang abstinent sein, ohne ihre Abhängigkeit zu verlieren", erklärte Nowak, der am Institut und der Poliklinik für Arbeits- und Umweltmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität München arbeitet.

Gesundheitsgefahren im Überblick

Die Schadstoffe Teer und Kohlenmonoxid führen zu einer schlechteren Durchblutung und Sauerstoffversorgung des Körpers. Das körpereigene Immunsystem wird geschwächt. Ganz typisch sind Entzündungen der Atemwege - Raucherhusten und chronische Bronchitis können die Folge sein.

Die krebserregenden Stoffe im Teer können Lungenkrebs und andere Krebserkrankungen erzeugen. Schon ein bis zehn Zigaretten täglich steigern das Lungenkrebsrisiko auf das Zehnfache. Auch das Herz-Kreislaufsystem wird durch das Rauchen extrem belastet. Herzinfarkt, Schlaganfall, Bluthochdruck und Arteriosklerose ('Raucherbein') sind mögliche Folgen. Bei Frauen besteht zudem für Raucherinnen nach der Menopause ein erhöhtes Osteoporose-Risiko. Eine Studie ergab, dass beispielsweise die Gefahr einer Hüftfraktur um sechs Prozent je fünf Jahren als Raucherin steigt.

Rauchen verursacht nach Angaben des Experten 90 Prozent aller Lungenkrebserkrankungen, 73 Prozent der chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen, 65 Prozent der Mundboden-Krebsfälle und jede dritte koronare Herzerkrankung.

Auch negative Sofortwirkungen spürbar

Die negativen Sofortwirkungen des Rauches hat fast jeder schon einmal erlebt - ob als Aktiv- oder Passivraucher: gereizte Augen, trockene Mund- und Nasenschleimhaut, schlecht durchblutete, matt wirkende Haut und eine Verschlechterung des Geschmackssinns. Die dauerhafte Reizung im Mundraum kann zu Entzündungen der Mundschleimhaut und angegriffenen, empfindlichen Zähnen führen. Schlecht durchblutete Haut, deren Zellen durch die im Körper aus Schadstoffen entstehenden freien Radikale angegriffen werden, zeigt schneller Alterungserscheinungen.

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