Immer mehr Kinder leiden unter Kopfschmerzen. In den meisten Fällen können Sie Ihrem Kind selbst helfen. Geben Sie Ihrem Kind aber nicht wahllos Tabletten: Manche Pillen sind nicht geeignet.
Schlafen gegen den Schmerz?
Ein gestörter Schlaf hängt mit Kopfschmerzen zusammen. Eine amerikanische Studie wies nach, dass zwei Drittel der Kinder mit Kopfschmerzen auch Schlafstörungen hatten. Besonders häufig konnten die Kinder nicht gut einschlafen. Wachten Sie hingegen nachts oder zu früh auf, litten sie am nächsten Tag nur unter leichten Kopfschmerzen.
Hypnose lindert Schädelbrummen
Hypnotherapie kann bei Kindern Kopfschmerzen lindern. Das belegt eine Studie der Universitätsklinik Heidelberg. Dieses psychotherapeutische Verfahren nutzt Hypnose-Techniken. Dadurch wird ein trance-ähnlicher Bewusstseins-Zustand erreicht. Die Hypnotherapie ermöglichte es den Kindern, sich aus ihrem leistungsorientierten Alltag abzukoppeln, sich zu entspannen und herauszufinden, welche Situationen ihnen behagen. Nach zwölf Gruppensitzungen hatten sich die Kopfschmerzen im Durchschnitt um die Hälfte reduziert.
Cola löst Spannungs-Kopfschmerzen aus
Kinder, die täglich anderthalb Liter Cola oder zwei große Tassen Kaffee trinken, leiden häufig unter Spannungskopfschmerzen, hat die Forscherin Rachel Hering-Hanit vom israelischen Meir General Hospital herausgefunden. Schon nach zwei Wochen Koffein-Abstinenz verbesserten sich die Beschwerden beträchtlich. Nach einem halben Jahr hatten sich die Spannungskopfschmerzen noch mehr verringert.
Wer Probleme bewältigt, hat weniger Kopfschmerz
Kinder, die unter chronischen Kopfschmerzen leiden, haben nicht notwendigerweise mehr Stress als gesunde. Meist verarbeiten sie den Stress nur schlechter. Das beweist eine psychologische Studie der Universität Trier. Die Kinder mit Kopfschmerzen vermieden anstrengende und belastende Situationen, anstatt sich mit Problemen auseinander zu setzen und sie zu meistern. Zudem zogen sie sich eher zurück, grübelten mehr und gaben häufiger auf. Auf unangenehme Themen reagierten sie schneller verärgert oder gereizt. Gesunde Kinder zeigten sich mehr an Problemlösungen interessiert, redeten sich selbst eher gut zu ("du schaffst das schon") und suchten häufiger die Unterstützung von anderen.