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18. Januar 2006, 15:10 Uhr

"Verrückt nach Mary" ist gut fürs Herz

Lachen ist gesund - den wissenschaftlichen Nachweis brachten nun amerikanische Forscher: Sie zeigten Freiwilligen Komödien wie "Verrückt nach Mary" - und stellten fest, dass das die Durchblutung anregte. Anders wirkten schockierende Szenen.

"Verrückt nach Mary"-Darsteller Ben Stiller: Komödien verbessern die Durchblutung deutlich© Frederick M. Brown/Getty Images

Eine Komödie im Fernsehen oder Kino verbessert deutlich messbar die Durchblutung. Das haben amerikanische Wissenschaftler bei Tests mit 20 Freiwilligen gezeigt, denen sie Filme wie "Kingpin" oder "Verrückt nach Mary" mit Ben Stiller und Cameron Diaz zeigten. Dramatische Szenen wie im Spielberg-Film "Der Soldat James Ryan" wirkten sich hingegen negativ auf den Blutfluss aus. Ihre Ergebnisse stellen Michael Miller von der Universität von Maryland in Baltimore und seine Kollegen im Fachmagazin "Heart" vor.

Die Wissenschaftler wählten für ihre Studie 20 gesunde Probanden aus, die sich einen Tag vor dem Film weder sportlich betätigen noch Alkohol trinken durften. Kurz vor der Vorführung maßen die Forscher den Blutfluss in der Oberarm-Arterie. Diese versorgt den Arm mit Blut und eignet sich daher gut für Referenzmessungen von Veränderungen des Blutflusses im ganzen Körper oder auch in Organen wie beispielsweise dem Herzen. Nach den Filmszenen wiederholten die Forscher die Messungen.

Lösen Hormone die Wirkung aus?

Bei 19 der 20 Probanden hatte sich nach den lustigen Filmszenen der Blutfluss verbessert, ergab die Auswertung. Hingegen verschlechterte sich bei 14 Probanden die Durchblutung nach den schockierenden Filmszenen. Insgesamt unterschied sich der Blutfluss zwischen den lustigen und den schockierenden Filmszenen um rund 50 Prozent, fanden die Wissenschaftler heraus.

Wie die positive Wirkung des Lachens und der negative Effekt durch die belastenden Filmszenen auf den Blutfluss zu Stande kommen, darüber können die Forscher bislang nur spekulieren. Möglicherweise beeinflussten ausgeschüttete Hormone die so genannten Endothelzellen, schreiben die Wissenschaftler. Diese Zellen kleiden die Arterienwand aus und spielen bei der Regulierung des Spannungszustandes der Blutgefäße eine Rolle.

DDP
 
 
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